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Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 14:50 Uhr

Programm und erste Schiffe : Sail Flensburg 2016: Alles zum Hafenfest im Juli

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Beim Seglertreffen vom 8. bis 10. Juli sind Bürger, Verbände und Vereine zur Mitgestaltung aufgerufen.

Flensburg | Die Flensburger und ihre Nachbarn sind nicht nur eingeladen zu feiern, sondern auch, das große Fest „Sail Flensburg“ mitzugestalten. Zwar sollen Segelschiffe und maritimes Zubehör das Geschehen am Hafen prägen, aber auch die Aktivitäten von Bürgern und Vereinen. Veranstalter Michael Reinhardt hat das Schlagwort vom „maritimen Bürgerfest“ geprägt für die Festtage vom 8. bis 10. Juli, deren Programm am Donnerstag seine Agentur „Volldampf“ vorstellte.

Flensburg kennt viele schöne Segelfeste, aber an zwei Termine denken viele Flensburger besonders gern. Die Sail '84 zum 700-jährigen Stadtjubiläum und die Sail 2000 zum Jahrtausend-Wechsel. 16 Jahre danach lebt die Marke Sail Flensburg wieder auf – und löst die Nautics ab.

Wenn Reinhardt recht behält, wird zum Fest das Leben toben zwischen der Alten Werft (Fahrzeugwerke) und der Hafenspitze. 300.000 Besucher erwartet der Organisator. Das Fest sei „ein Leuchtturmprojekt“ und gebe der Stadt touristische Impulse. Auch wirtschaftliche: Lasse jeder Besucher nur 21 Euro in der Stadt, könne man sich ausrechnen, wie davon Geschäftsleute und auch die Stadtkasse profitierten.

Was geschieht auf dem Wasser?

Bis Mitte Mai läuft noch die Anmeldefrist für die Schiffe und ihre Besatzungen. Gemeldet sind schon der holländische Dreimaster „Minerva“, die stolze „Amphitrite“ und eine Reihe weiterer Segler mit sehenswertem, klassischem Auftritt.

Zum Hafenfest gehören selbstverständlich die Museumswerft, der Historische Hafen, der Dampfer Alexandra und der Schlepper Flensburg, das Schifffahrtsmuseum, Gaffelsegler, Segelyachten und Segelvereine. Besucher brauchen ihre maritime Begeisterung nicht nur auf die Pier zu beschränken, sondern können für Gästesegeltouren und Mitfahrten auch an Bord gehen. Die Bundeswehr ist auch beim Bürgerfest dabei und wird sich auf dem Wasser präsentieren: Mit einem Landungsboot und zwei Barkassen, die eine Fährverbindung zwischen der Hafenspitze und dem Ausstellungsgelände bei der Alten Werft herstellen. Verschiedene Wassersportvereine und -verbände stellen ihre Aktivitäten dar. Dazu gehört auch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit einem Rettungskreuzer.

Höhepunkte des Programms zu Wasser sind am Freitag, 8. Juli, die „Sail in“, das Einlaufen der Schiffe, um 23 Uhr das Feuerwerk, am Tag darauf von 11 bis 16 Uhr die Regatta der historischen Segelschiffe. Beim „Open ship“ bitten einige Crews die Gäste zum Besuch an Bord. Und je nach Standort am Innenhafen oder an der Förde kann auch das Auslaufen der Schiffe am Sonntag um 16 Uhr zum Erlebnis werden.

Mitten im Festgeschehen liegt die Museumswerft. Deren Chef Uwe Kutzner und sein Team freuen sich auf die Gelegenheit, das klassische Schiffbauer-Handwerk und die Projekte der Werft einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, wie zum Beispiel das Projekt Westindien-Segler.

Und das Fest von Bürgern für Bürger?

Die Organisationen der Migranten steuern ein eigenes Kulturprogramm bei. Die Kultur-Oasen längs der Hafenkante sind Schauplätze für Kinder-Mitmachaktionen, Improvisationstheater, Pantomime, Shanty-Chöre und viele andere Musikgruppen. Um den Anspruch des Bürgerfestes zu erfüllen, wurde die Ausgestaltung der Bühnenprogramme in die Zuständigkeit des Flensburger Musiker-Stammtisches gegeben. Auf dem Gelände von Rheinmetall-MAN, Höhe Nordertor, präsentiert sich die Bundeswehr: Marine aus Flensburg und benachbarte Verbände aus Husum und Stadum. Ein wichtiges Ziel der Beteiligung ist die Nachwuchswerbung, auch für zivile Berufe bei der Bundeswehr.

Weitere Informationen gibt es auf sail-flensburg.de.

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erstellt am 29.Apr.2016 | 07:56 Uhr

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