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Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

Sparkurs : Radweg-Pläne werden eingedampft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ausbau zwischen Schützenkuhle /Kreuzung Marienallee auf 2019 verschoben / Mehrere Streichungen bei Bushaltestellen geplant

„Das eine ist, was man sich wünscht, das andere, was man kann“: Der städtische Chefplaner Peter Schroeders bittet um Verständnis für ein kleines Streichkonzert beim Ausbau von Geh- und Radwegen sowie bei den Bushaltestellen. Bei den Geh- und Radwegen halten sich die vorgeschlagenen Kürzungen noch in Grenzen: Statt 600  000 Euro pro Jahr sollen 2017 und 2018 nur je 500  000 ausgegeben werden. Bei den Bushaltestellen hingegen sind die Vorschläge drastischer: Hier ist eine Kürzung von 600  000 auf 200  000 Euro pro Jahr im Gespräch.

Für die beiden kommenden Jahre gestrichen wurde der Ausbau eines ein Kilometer langen Stücks Rad- und Gehweg am Straßenzug Schützenkuhle/Zur Exe/Am Friedenshügel. Zwei weitere, ursprünglich geplante Maßnahmen hatte bereits im Juli der Planungsausschuss gestrichen: Verbreiterung des Radwegs an der Nordstraße östlich der Teufelsbrücke/Bismarckstraße und Ausbau des Radwegs zwischen Sonwik und Industriehafen. In beiden Fällen wurden diese Planungen von Teilen der Politik als „Luxus“ und von einer großen Mehrheit als entbehrlich tituliert.

Schroeders weist vorsorglich darauf hin, dass „nichts gestrichen, sondern nur verschoben“ wird. Zudem handele es sich um Vorschläge, die von den Gremien noch diskutiert und verabschiedet werden müssen. Und es gibt einen dritten Grund, der die Kürzungen nicht nur für die Fachleute im Rathaus, sondern vor allem für viele Radfahrer verschmerzbar machen lässt: Die Stadt kommt aller Voraussicht nach in den Genuss eines 900  000 Euro schweren Zuschusses des Bundes für das Projekt „Radeln zum Campus“ (wir berichteten). Konkret geht es um eine Verbesserung der Radwegverbindung von der Innenstadt zum Campus, der Radwege dort sowie der Verbindung vom Campus zum Bahnhof. Darin eingeschlossen sind Umgestaltung und Aufwertung der Fahrradstellplätze am Bahnhof. An den 900  000 Euro beteiligt sich die Stadt mit nur 75  000 Euro. „Wir hoffen, dass wir die Fahrrad-Infrastruktur damit trotzdem eine Stück weit nach vorn bringen können“, sagte Schroeders. Angesichts der Haushaltslage der Stadt gehe es darum, bestimmte Dinge zu priorisieren. „Wir können nicht alles auf einmal umsetzen.“

Gravierender sind die Streichungen bei den Bushaltestellen. Der Neubau der Haltestellen Munketoft, Nikolaus-Matthiesen-Straße und Keitumer Weg wird auf mindestens 2019 verschoben. Der Ausbau der Haltestelle Ostseebadweg wird auf 2018 verschoben, weil die Stadtwerke dann ohnehin dort im Untergrund aktiv sind.

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erstellt am 26.Okt.2016 | 07:00 Uhr

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