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Flensburger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 06:54 Uhr

Campus : Präsident der Hochschule tritt zurück

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Professor Holger Watter nennt hochschulpolitische Differenzen als Grund – er bleibt bis zum 31. Januar 2017 im Amt

Zwei Vizepräsidenten haben in seiner Amtszeit ihren Posten aufgegeben, jetzt tritt der Präsident zurück: Gestern hat Professor Holger Watter gegenüber dem Senat der Hochschule seinen Rücktritt erklärt – nicht sofort, sondern zum 31. Januar 2017. Dann ist er exakt zwei Jahre im Amt und erwirbt nach Tageblatt-Informationen Ruhegehaltsansprüche. Persönlich äußerte sich Watter, Diplom-Ingenieur für Schiffsmaschinenbau, nicht über die Hintergründe seiner Entscheidung. Er ließ über die Pressestelle erklären, dass „die unterschiedlichen Auffassungen zur inneren Struktur, zur Positionierung und zur Entwicklung der Hochschule“ dazu geführt hatten.

Unter dem Dach der Hochschule rumort es schon seit längerem. Im November 2015 hatte sich Martin von Schilling als Vize-Präsident zurückgezogen, im Sommer desselben Jahres gab der für Strategie verantwortliche Vizepräsident Klaus Hoefs sein Amt auf. Über seine Beweggründe war Hoefs seinerzeit auf einer öffentlichen Senatssitzung deutlich geworden. Der Professor, der seit 2004 im Bereich Angewandte Informatik und Medieninformatik der FH tätig war, kritisierte die brach liegende Internationalisierung nach von Schillings Rücktritt. Außerdem bemängelte er die Passivität der Hochschule bei der Akquirierung neuer Studenten und die schleppende Innovationsfähigkeit. Noch vor einem knappen halben Jahr hatte sich die Flensburger Fachhochschule vom staubigen Präfix „Fach“ getrennt und die Runderneuerung mit Festakt gefeiert, zum August trat der Vizepräsident für Strategische Planung zurück.

Wer ab Februar 2017 die Amtsgeschäfte übernimmt, ist noch unklar. „Das ist eine interne Angelegenheit der Hochschule, die das Wissenschaftsministerium nicht kommentiert“, sagte ein Sprecher. Professor Thomas Severin ist jetzt einzig verbleibender Vizepräsident, der als solcher (wie Klaus Hoefs) im Januar gewählt worden war. Der Mathematiker ist seit 2011 Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Business Intelligence und Statistik. Weder Severin noch Kanzlerin Sabine Christiansen waren gestern für eine Stellungnahme zu erreichen.

Mit Blick auf die Wahl eines Nachfolgers für Watter erinnerte Hochschulsprecher Torsten Haase an das langwierige Prozedere von Ausschreibung, Auswahlverfahren, Vorstellung der Kandidaten im Senat und Wahl. „Vor Ende nächsten Jahres sehe ich keine neue Persönlichkeit im Amt“, schlussfolgerte Haase.

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erstellt am 27.Okt.2016 | 07:03 Uhr

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