zur Navigation springen

Steinberg : Nur wenige Jungwähler wollen mit Britta Ernst diskutieren

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Bildungsministerin war nach Steinberg gekommen, um mit Jugendlichen über Politik zu diskutieren.

Steinberg | Bildungsministerin Britta Ernst war gestern nach Steinberg gekommen, um auf einer Veranstaltung des SPD-Ortsverbandes Steinbergkirche das Gespräch mit Jungwählern zu suchen. Doch die Befürchtung, dass die Jugend „wenig Bock auf Politik“ haben könnte, bestätigte sich. Gerade eine Handvoll Interessierter war erschienen, unter ihnen Marie (17) und Jonathan (19) aus Kappeln und der erst 13-jährige Tim aus Wees. „Wir möchten die Ministerin kennenlernen und hören, was sie uns zu sagen hat“, sagte Marie.

Ortsverbands-Chefin Kirsten Jordt aus Niesgrau sagte, es sei wichtiger, mit den Jugendlichen zu sprechen anstatt unter Erwachsenen „nur über sie zu reden“. Die meisten vorbereiteten Thementische, an denen unter anderem die Bereiche „Europa und Politik“ und „Schule und berufliche Bildung“ mit den jungen Teilnehmern diskutiert werden sollten, blieben gestern unbesetzt.

Ernst erklärte auf Nachfrage, ob sie über die mangelnde Resonanz enttäuscht sei: „Nein, denn das ist mir diese Sache – mal in einem anderen Format – wert.“ In ihrer Ansprache rief sie die Jungwähler dazu auf, sich in der Gesellschaft zu engagieren. Dass erstmals die Jugendlichen ab 16 Jahren bei der Landtagswahl ihre Stimme abgeben können, sei eine großartige Neuerung, die sich positiv auf die Wahlbeteiligung auswirken werde.

Am Ende der Veranstaltung äußerten sich Marie und Jonathan kritisch: „Wir sind nicht begeistert gewesen und unterstützen das nicht, was die Ministerin gesagt hat, weil sich das, was sie sagt, und das, was sie tut, total widerspricht.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen