zur Navigation springen

Flensburger Tageblatt

20. Januar 2017 | 02:42 Uhr

Stadtplanung : Neues Wohnquartier an der Osterallee

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am Rande des Naturschutzgebiets sollen bis zu 165 Wohneinheiten in überwiegend dreigeschossigen Häusern entstehen

Die Stadt wächst weiter. Jetzt bringt das Rathaus ein relativ kleines, aber sehr dicht bebautes Wohngebiet am östlichen Stadtrand auf den Weg. Auf der Fläche des früheren Autohauses Opel Thomsen an der Osterallee sollen 130 bis 165 Wohnungen in mehreren Gebäuden realisiert werden. Dabei sind zwei der 15 Baukörper teilweise bis zu fünfstöckig vorgesehen; dazu kommt jeweils noch ein Staffelgeschoss. Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Umwelt- und Planungsausschuss den Entwurf beschlossen, der jetzt öffentlich ausgelegt wird.

Eine Bürgerversammlung ist nicht mehr vorgesehen; die hat es bereits 2014 gegeben, als die Stadt grundsätzlich beschlossen hatte, diesen Teil Mürwiks an der oberen Osterallee umzugestalten: von einem Mischgebiet mit zahlreichen kleinen Gewerbebetrieben zu einem Wohngebiet. Nur war 2014 noch überhaupt nicht bekannt, welcher Art die Bebauung sein würde. Anlieger haben jetzt nur noch die Chance, sich die ausgelegten Pläne anzuschauen und dann schriftlich oder zur Niederschrift Einwände zu erheben.

Die beiden Investoren erwägen, die Umsetzung der Pläne auf etwa fünf Jahre zu strecken. Die Stadt hingegen ermuntere sie, schneller zu bauen, sagte der Chef der Stadtplanung, Peter Schroeders, im Ausschuss. Während die Häusergruppe vorn sehr nah an die Osterallee heranrückt, ist im rückwärtigen Bereich zum Naturschutzgebiet Twedter Feld ein Grünpuffer vorgesehen.

Wegen der unmittelbaren Nachbarschaft der geschützten Flächen nach europäischem FFH-Standard (Flora-Fauna-Habitat) waren umfangreiche Untersuchungen und Regelungen erforderlich. Auf der anderen Seite müssten zur viel befahrenen Osterallee hin erhebliche Schallschutz-Maßnahmen vorgenommen werden, hieß es bei der Vorstellung der Pläne. Zudem sei die Entwässerung aufwendig, weil der Boden des Areals nur wenig Wasser aufnehmen könne. Unabhängig von diesen Planungen gibt es für das Grundstück eines früheren Baustoffhändlers auf der gegenüber liegenden Straßenseite, das seit Jahren brach liegt, eine aktualisierte Baugenehmigung für 15 Wohnungen in drei Gebäuden. Jetzt wurden hier der Grund eingeebnet und Baufelder abgesteckt.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 06.Okt.2016 | 07:42 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen