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Flensburger Tageblatt

26. August 2016 | 08:40 Uhr

Gastronom lässt Entwürfe anfertigen : Neuer Nachbar für Hansen’s Brauerei

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Hamburger Gastronom Eugen Block hat bereits Entwürfe für das frühere Sonnberg-Grundstück anfertigen lassen.

Flensburg | Das Grundstück Schiffbrücke 17 direkt neben Hansen’s Brauerei hat einen der bekanntesten Bauzäune der Stadt: Seit über acht Jahren klafft hier an der Schiffbrücke auf historischem Grund eine ausgewachsene Baulücke. Hier wohnten einst die Pferde des Rumhauses Sonnberg. Erste Pläne für eine Neubebauung scheiterten früh im Jahr 2008, danach tat sich hier nichts mehr. Doch jetzt gibt es erstmals wieder die Chance für eine Neubebauung.

Der Grundstückseigentümer ist kein Unbekannter, vor allem in Hamburg nicht. Der Gastronom Eugen Block, Hotelier und Gründer der Steakhouse-Kette Block House, ist seit gut 15 Jahren Eigentümer dieses und des benachbarten Grundstücks mit Hansen’s Brauerei. Der 75-jährige Block hat seit einigen Jahren ein Feriendomizil an der Geltinger Bucht und von daher eine persönliche Beziehung zu Flensburg und der Förde.

Nach dem Abriss des Altbaus aus dem 18. Jahrhundert hat die Stadt in Person des Denkmalpflegers Eiko Wenzel immer wieder versucht, Block zu einer Neubebauung zu bewegen. Der hatte 2008 weit gediehene und öffentlich vorgestellte Pläne zurückgezogen, nachdem es Einsprüche aus der Nachbarschaft gegeben hatte. Es habe auch mehrere Versuche gegeben, das Grundstück zu verkaufen, so Wenzel. Im vergangenen Jahr nun habe es einen direkten Kontakt zu Block gegeben, der mittlerweile auch den Architekten gewechselt habe, so Wenzel. Und endlich gebe es jetzt eine konkrete Chance für einen Durchbruch.

„Wir werden dort ein schönes Wohn- und Geschäftshaus errichten“, so Eugen Block gegenüber dem Tageblatt, „die Gewerbeflächen sind geeignet für Läden, Büros oder Praxen.“ Es gebe bereits Entwürfe, die könne man aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht öffentlich präsentieren. Ein Block House-Restaurant werde es in dem Haus aber nicht geben, bedauerte der Gastronom, der 36 Restaurants in Deutschland hat; acht weitere Block House-Restaurants existieren im europäischen Ausland nach dem Franchise-Prinzip. Mit der Bebauung wolle man beginnen, sobald eine Baugenehmigung vorliegt. Der erste Entwurf sei „überarbeitungsbedürftig“ gewesen, sagte Eiko Wenzel; mit der Überarbeitung sei derzeit der Architekt Thomas Ladendorff befasst.

Nach dem zuletzt zügig voranschreitenden Bau des Hotels ein paar Häuser weiter (Projekt „Kayser’s Hof“) bleiben nicht mehr viele Baulücken an der Hafenzeile. Umso wichtiger wäre eine Neubebauung auf dem seit acht Jahren leer stehenden Grundstücks.

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erstellt am 28.Jan.2016 | 11:00 Uhr

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