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Flensburger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 12:57 Uhr

Flensburg : Neue Senioren-WG auf altem Hochhaus-Grundstück

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der erste Spatenstich für eine Wohnanlage des Selbsthilfebauvereins an der Ecke Schottweg/Wasserlooser Weg ist gemacht.

Flensburg | „Gut Ding will Weile haben“, sagte die Stadtpräsidentin. „Endlich geht es hier mal weiter!“, mögen viele Flensburger denken angesichts der Zeit, die seit dem Abbruch des berühmt-berüchtigten Schottweg-Hochhauses ins Land gegangen ist. 2010 wurde es abgerissen, zuvor hatte es schon viele Monate weitgehend leer gestanden. Sechs Jahre lag das Grundstück am stark frequentierten Doppelknoten Osttangente, Schottweg und Wasserlooser Weg brach – bis gestern der erste Spatenstich für ein weiteres Bauprojekt des Selbsthilfe-Bauvereins erfolgte.

„Seniorengarten“ nennt der Bauherr den Komplex mit 74 Wohnungen, die in einem Baukörper mit zwei bis zu achtstöckigen Türmen untergebracht sind. Für den Entwurf sorgt Architekt Volker Dücker vom Büro Asmussen & Partner, langjähriger Partner des SBV. 12,2 Millionen Euro werde man hier investieren, sagte SBV-Vorstand Jürgen Möller in der wegen des Schneegestöbers kurz gehaltenen Ansprache. Dem immer wieder geäußerten Wunsch nach Sozialwohnungen wird der Bauherr mit einem Anteil von 60 Prozent öffentlich geförderter Wohnungen gerecht. Das bedeute, so Möller, eine Netto-Kaltmiete von 5,35 Euro pro Quadratmeter. „Zukunftssicherung“ betreibe man hier, betonte er. Die nicht geförderten Wohnungen sollen 8,50 Euro kosten; für die größten Wohnungen mit 75 Quadratmeter Wohnfläche bedeutet das 637 Euro Kaltmiete.

Der „Seniorengarten“ folgt aber nicht dem Konzept der Service-Häuser, so Möller. Eine intensive Pflege werde es nicht geben; für eine Grundversorgung sind die Ambulanten Dienste St. Elisabeth zuständig. Es soll viel Gemeinschaftsleben geben in dem dreigeteilten Komplex, für den auch Dachterrassen vorgesehen sind. Die Bewohner werden in die Gestaltung der Außenanlagen einbezogen: Grillplatz, Boule-Bahn, Hochbeete – vieles sei möglich. Der Neubau sei als eine Art „Senioren-WG“ gedacht, wird Vorstand Raimund Dankowski in einen Mitteilung zitiert. Auf 730 Quadratmetern ist Raum für Gewerbe, zum Beispiel eine Praxis für Physiotherapie. Doch auch für Ärzte und einen Bäcker sei noch Platz, so Möller.

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erstellt am 27.Apr.2016 | 11:00 Uhr

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