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Flensburger Tageblatt

25. September 2016 | 19:24 Uhr

Neue Glashäuser auf alten Bunkern

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Torpedo-Living“: Das Sonwik-Konsortium plant drei weitere Neubauten im rückwärtigen Bereich. Diese werden im Planungsausschuss vorgestellt.

Sonwik soll weiter wachsen. Die Investoren des maritimen Wohnquartiers im ehemaligen Marine-Stützpunkt wollen drei moderne Wohnhäuser auf der alten, lang gestreckten Bunker-Anlage an der oberen Erschließungsstraße bauen. Morgen wird das Projekt erstmals im Umwelt- und Planungsausschuss vorgestellt, der das erforderliche Gemeindliche Einvernehmen erteilen soll.

Die Bunker gehören nicht zum eigentlichen Sonwik-Bebauungsplan. Als dieser im Juni 2002 von der Ratsversammlung beschlossen wurde, wurden die Bunker noch militärisch genutzt. Mittlerweile haben die Sonwik-Erbauer diese erworben und wollen jetzt daran gehen, ihm umzunutzen: Sie „wollen mit dem Projekt Torpedo-Living ein sich selbstbewusst in der zweiten Reihe, im Rücken der Altbauten positioniertes Gebäude hinzufügen“, wie es in der Beschlussvorlage heißt.

Die Bunker liegen an der Straße Am Fördehang, die von der Swinemünder Straße nach rechts abzweigt, wenn man von der Mürwiker Straße kommt. Die Bunker sollen nach den Vorstellungen der Investoren als Garagen und Abstellräume genutzt werden; darauf wollen sie drei Vollgeschosse und ein zusätzliches Staffelgeschoss bauen, dass von der Hauskante ein paar Meter zurückweicht. Damit würde eine Höhe von gut 30 Meter über Normalnull erreicht, was nicht ganz der Firsthöhe der etwas weiter östlich legenden Kasernenbauten der Schule Strategische Aufklärung entspricht.

Die drei Wohnhäuser sollen mit Treppenhäusern und Aufzügen von der Straßenebene erschlossen werden. Die Häuser sollen jedoch über die Bunker betreten werden; dabei könne man „die beeindruckende Geometrie des Bunkergewölbes“ bewundern, wie es im Erläuterungstext heißt. Die geplanten Abstellräume werden als Boxen in den oberen Bereich der Bunker „eingehängt“. Alle Wohnungen erhalten einen Balkon mit
Blick in Richtung Förde, im Staffelgeschoss verfügen die Wohnungen über großzügige Dachterrassen.

Nach der Umwandlung der denkmalgeschützten Kasernengebäude längs der Uferlinie in Wohnhäuser, nach der Errichtung der Wasserhäuser, dem Bau der beiden Wohntürme sollen die jetzt geplanten Neubau-Projekte die Schlusssteine des Sonwik-Projektes bilden. Zur Wasserseite hin sollen die drei Neubauten mit großen Glasfronten ausgestattet werden, während die anderen Fassaden eher geschlossen mit einer rostbraunen Stahlhaut geplant sind.

Neben „Torpedo-Living“ stehen noch das Hotel-Projekt im Haus 2 direkt an der Grenze zur Marineschule und die Wasser-Villa auf der Nordmole aus. Hier hat es nach längeren Diskussionen einen Kompromiss zwischen den ursprünglichen Plänen mit fünf kleineren Häusern und dem Wunsch des Besitzers nach einem großen Haus gegeben. Für das Hotel soll der neuere Anbau abgerissen werden; hier planen die Betreiber des Alten Stahlwerks in Neumünster ein anspruchsvolles Haus (wir berichteten).

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erstellt am 25.Jan.2016 | 07:29 Uhr

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