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Flensburger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 19:37 Uhr

Theater in Flensburg : NDB zu 80 Prozent ausgelastet

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mehr junge Zuschauer, Abonnentenzahl stabil – aber die Bühne braucht dringend spielfreudige Männer zwischen 40 und 60 Jahren

„Wir haben unser Stammpublikum, das uns liebt“, sagt Rolf Petersen, Leiter der Flensburger Niederdeutschen Bühne, anlässlich seiner Präsentation des Spielplans 2016/17. Die Zuschauerzahlen seien stabil: „Darüber kann man sich sehr freuen“.

Die vielen jungen Darsteller würden darüber hinaus auch junges Publikum anziehen. In der vergangenen Saison hat die Bühne mit 213 Vorstellungen 25  531 Zuschauer erreicht. Das Stadttheater war zu siebzig, das Studio zu achtzig Prozent ausgelastet. Die Abos sind das finanzielle Rückgrat der Bühne: 2014/15 hatte die NDB 1623 Abonnenten, 2015/16 einen mehr. Die Abo-Einzeichnungen laufen noch bis Ende des Monats (Telefon 13790). Besonders hat der Bühnenchef auf dem Herzen: „Wir brauchen spielfreudige Männer mit Plattdeutsch-Kenntnissen zwischen vierzig und sechzig“.

„Immer mehr erfreut sich das Studio einer großen Beliebtheit“ betont Petersen. Die Intimität, die Nähe zum Geschehen komme an, komme dem Volkstheater entgegen. Das Abo im Studio sei ein Renner, denn: „Auch das Drumherum stimmt“. Unter der Leitung des Café Central wird die Gastronomie des Studio-Restaurants neu aufgestellt, das Angebot erheblich erweitert. Das Charmante: Künftig öffnet das Café Central im Studio neunzig Minuten vor Vorstellungsbeginn.

Fünf Premieren erwartet das Publikum im Stadttheater. Am 1. Oktober die schwarze Komödie „De Nervbüdel“ von Francis Veber. Am 12. Dezember die niederdeutsche Erstaufführung (Übersetzung Gesa Retzlaff) der Komödie „Noch mol vun vörn“ von Antoine Rault, in der eine berufstätige Mutter einen Penner bei sich aufnimmt, Katastrophen inklusive. Rabenschwarzen Humor, „Mord und Totschlag“ und viel Gelächter gibt es am 28. Januar mit der Komödie „De Düwelsblitz“ von Karl Wittlinger. Als aufwendigste Inszenierung der Saison folgt am 18. März das Musical „Große Freiheit Nr.  7“ nach dem bekannten Helmut-Käutner-Film mit Hans Albers. Den Abschluss bildet am 20. Mai „das Lustspiel schlechthin“ – „Sluderkraam in’t Treppenhuus“ des Flensburger Autors Jens Exler. Im Studio eröffnet die Wiederaufnahme der Komödie „Dat Hörrohr“ die Saison. Die letzte Aufführung davon gibt es zu Silvester in der Waldorfschule. Der Vorverkauf beginnt am 12. September. Die Neuinszenierungen werden später auch im Studio gezeigt.

Zwei Inszenierungen für Kinder hat die NDB im Programm: Am 18. November öffnet sich der Vorhang für das diesjährige Kinderstück mit Musik „Nils Holgersson“, für das Regisseur Elmar Thalmann nach dem bekannten Roman von Selma Lagerlöf speziell für das Studio die Bühnenfassung geschrieben hat.

Mit der interaktiv-musikalischen Klassenzimmergeschichte „Hannes, der kann es!“ von Jörg Schade geht das NDB-Mobil ab dem 22. September (Premiere in der Harrisleer Zentralschule) auf Tour zu Grundschulen der Region. Etliche Sonderveranstaltungen ergänzen die NDB-Mischung, darunter in der Vorweihnachtszeit die Lesungen „Een Engel steiht vör de Döör“ mit Marianne Ehlers, „Goosbraden mit Hackebeil“ mit Jan Graf und das „Eismärchen“ mit Sylvia Wieland und Claus Debusman.

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erstellt am 03.Sep.2016 | 18:09 Uhr

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