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Flensburger Tageblatt

01. Juli 2016 | 08:21 Uhr

Sommerferien in SH : Millionen für marode Schulen in Flensburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Während der Sommerferien wird in Baumaßnahmen an Schulgebäuden in Flensburg investiert. Restarbeiten sollen den Schulbetrieb nicht beeinträchtigen.

Flensburg | Am Montag beginnt das neue Schuljahr; für Lehrer enden die Sommerferien schon heute mit den Dienstversammlungen. In der schulfreien Zeit wurde – wie jedes Jahr – „die Chance genutzt, Maßnahmen, die den Schulbetrieb besonders behindern würden“, zu erledigen, sagt Clemens Teschendorf. Nicht alle seien abgeschlossen, räumt der Sprecher der Stadt Flensburg ein, Restarbeiten stünden noch aus; diese würden den Schulbetrieb jedoch nicht einschränken.

Am Alten Gymnasium beispielsweise sei die Freitreppe am Eingang saniert worden, während die Arbeiten an der Fassade voraussichtlich noch bis Mitte 2015 dauern. Eine Viertelmillion Euro kosteten die Bauarbeiten, weiß Teschendorf. Eine halbe Million Euro sei in den nun vollzogenen Bauabschnitt der Gesamtsanierung von Haus 1 der Goethe-Schule und in die Erneuerung von Fachklassen geflossen. Auch im imposanten Gebäude auf der Hafen-Ost-Seite gehen die Arbeiten noch weiter: Für die Beschichtung der Holzfenster dort – wie auch am Alten Gym und in der Auguste-Viktoria-Schule (AVS) – fallen 72.000 Euro an.

Auf 550.000 Euro beziffert Teschendorf die Investitionen in Sportböden und Tribünen der Fördehalle. Mit sechsstelligen Summen schlagen Brandschutzmaßnahmen in der Falkenbergschule (660.000 Euro) und in der Schule Engelsby (100.000 Euro) zu Buche. Für derartige Arbeiten werden in der Hannah-Arendt-Schule sogar 750.000 Euro ausgegeben; dort werden die Arbeiten noch fortgesetzt. Die Erneuerung von Fachklassen in der Schule für Technik und Gestaltung bedarf 160.000 Euro. Vergleichsweise bescheiden nimmt sich der Einbau einer barrierefreien Toilette im Hauptgebäude der Schule auf der Rude aus – mit 50.000 Euro.

„Fast abgeschlossen“, sagt Clemens Teschendorf, sei die Renovierung der Schule am Campus. Wegen ausbleibender Anmeldungen stieg dort am 7. Juli die wahre „School’s out“-Party. Die Schule ist jetzt Geschichte. Die 42 verbliebenen Schüler mussten aufgeteilt werden. Neun bisherige Campusschüler finden eine neue schulische Heimat in der Comenius-Schule, jeweils elf in der Gemeinschaftsschule Flensburg-West und in der Käte-Lassen-Schule, sieben wechseln auf die Fridtjof-Nansen-Schule, drei an die Kurt-Tucholsky-Schule, und ein Ehemaliger der Schule am Campus besucht künftig die Zentralschule in Harrislee. Das Gebäude in der Schulze-Delitzsch-Straße steht in Zukunft der Paulus-Paulsen-Schule und der Volkshochschule zur Verfügung.

Die Anmelde-Zahlen an Flensburger Schulen sind zwar bekannt, doch werde es in den ersten Wochen noch Bewegung geben, weiß Clemens Teschendorf. So ist zunächst von 535 Erstklässlern im Schuljahr 2014/2015 auszugehen. Die meisten Einschulungen verbuchen die Schule Engelsby (mit 74 Erstklässlern), die Waldschule (70) und die Schule Adelby (66). Während die Anmeldezahlen dem allgemeinen Trend folgen und für Grundschule, Gemeinschaftsschule mit und ohne Oberstufe sinken, ist nur bei Gymnasien ein Anstieg zu verzeichnen. Die Gesamtzahl der Anmeldungen fürs Gymnasium (379) ist im Vergleich zum Vorjahr um 24 gestiegen. Die AVS hat mit 140 Anmeldungen die meisten der Gymnasien (im Vorjahr: 102), gefolgt vom Fördegymnasium (97), Goethe-Schule (77) und Alten Gymnasium (65; wir berichteten).

Mit diesem neuen Schuljahr sind die Zeiten der Schulart-Empfehlungen vorüber. Gegenüber 2013/2014 hat sich das Verhältnis von Realschul-Empfehlungen (jetzt: Regional- oder Gemeinschaftsschule) zu Gymnasial-Empfehlungen noch einmal verändert von 63 von 355 zu 73 von 379. Demnach hat fast jeder Fünfte, der fürs Gymnasium angemeldet ist, eine Empfehlung für die Realschule.

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erstellt am 22.Aug.2014 | 07:31 Uhr

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