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Flensburger Tageblatt

26. April 2017 | 23:37 Uhr

Wanderup : Mehr Wild wird überfahren

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im vergangenen Jahr wurde doppelt so viel Damwild überfahren. Die Jäger warnen vor vor der Ausbreitung der Staupe.

Wanderup | Der Bestand an Schalenwild ist im Hegering IX weiterhin konstant, gab Hegeringleiter Anders Andresen auf der Jahresversammlung bekannt. Die Vorkommen verteilten sich aber zunehmend in der Fläche. In diesem Jahr habe die die Zahl des geschossenen Damwildes 21 betragen, 15 Tiere fielen dem Straßenverkehr zum Opfer. Dies bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 100 Prozent. Die Rehwildstrecke betrug 360 Tiere, davon wurden 120 Tiere als Verkehrsopfer registriert. Der Hegering IX umfasst die Reviere Medelby, Osterby, Jardelund, Eigenjagdbezirk Jardelund, Böxlund, Weesby, Eigenjagdbezirk Weesbylund und Holt.

Bedingt durch die Vogelpest konnte Wasserwild nur eingeschränkt gejagt werden. 155 Füchse und Marderhunde wurden erlegt, etwa so viele wie im Vorjahr. Der Hegeringleiter rechnet in diesem Jahr mit einer niedrigeren Zahl, da im Frühjahr zahlreiche Füchse gefunden wurden, die an Staupe verendet waren. In diesem Zusammenhang wies Andresen darauf hin, dass nur geimpfte Hunde gegen eine Ansteckung geschützt seien.

Anders Andresen wurde einstimmig als Hegeringleiter wiedergewählt, wie auch der stellvertretende Schießwart Hauke Steinmann und der Hundeobmann Heinrich Koch.

Andresen berichtete auch über die zahlreichen Aktivitäten der Jäger im vergangenen Jahr des letzten Jahres, darunter das Nistkästenbauen an den Grundschulen Jörl, Eggebek und Wanderup, das Hegeringschießen, an dem eine große Zahl der Jäger teilnahm und den traditionellen Waldgottesdienst am Dachsbau im Jerrishoe Wald mit 230 Teilnehmern.

Bei der Hegeringpokalsuche unter Leitung von Hegeringobmann Heinrich Koch errang Jens Marten Paulsen aus Janneby mit seinem Kurzhaar-Weimaraner-Rüden „Benno vom Rimmelsberg“ den ersten Platz. Die Kreispokalsuche gewann Günter Aye aus Jörl mit dem Großen-Münsterländer-Rüden „Cadeau von der Broklandsau“ von Klemens Breulmann, Wanderup. Den Hundepokal für die erfolgreichste Ausbildung erhielt Dietmar Otto, Jörl mit seinem Kleinen Münsterländer „Bosse vom Büschauer Forst“.

Friedhardt Rickertsen, stellvertretender Vorsitzender der Kreisjägerschaft Flensburg, wies in seinem Bericht über die Arbeit der Kreisjägerschaft darauf hin, dass das Problem der Jagdwilderei weiterhin bestehe und eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei erfolge. Anschließend ehrte er Heiko Green, Sollerup, Klaus Messenkopf, Eggebek, und Hagen Koppe, Wanderup, für 25 Jahre Mitgliedschaft im Landesjagdverband. Aktuell werden 58 Anwärter für den Erwerb des Jagdscheins ausgebildet. Die sei ein Zeichen dafür, dass die Hege und Pflege des Wildes wieder an Attraktivität gewinnt, so Rickertsen.

Die Goldmedaille für den besten Abschuss eines Rehbocks erhielt Karl Thomsen, Weding, die Silbermedaille Hauke Steinmann, Jerrishoe und Bronze ging an Stefan Alexander, Janneby. Den kleinsten gefegten Bock erlegte Heiko Green, Sollerup. Einen Dank sprach Hegeringleiter Anders Andresen den zahlreichen Jagdhornbläser aus, die mit den Jagdsignalen die Versammlung bereicherten.

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