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Flensburger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 13:38 Uhr

Sicherheit in Flensburg : „Man darf jetzt keine Panik schüren“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kriminalpolizei beruhigt: Anstieg an Straftaten im Frühjahr ist wieder zurückgegangen / Hohe Aufklärungsquote

Diebstähle, Wohnungseinbrüche, räuberische Erpressung. Die Meldungen häufen sich. Jüngst erst eine Bombendrohung, Attacken mit Reizgas. Oberflächlich betrachtet, erscheint Flensburg wie eine Hochburg des Verbrechens. Dieses Bild wird noch verstärkt durch eine Anfrage der „Piraten“ an das Innenministerium in Kiel. Antwort: Teile der Flensburger Innenstadt seien bereits im April als „gefährliche Orte“ eingestuft worden, an denen Personen "zur Bestätigung oder Tilgung eines hinreichend bestehenden, also konkreten Gefahrenverdachts" kontrolliert und durchsucht werden könnten. Begründet wird die Maßnahme erst jetzt – mit einer „Häufung von Antanzdiebstählen in Verbindung mit Körperverletzungsdelikten in den Wochenendnächten“.

Tatsächlich ist es im Frühjahr rund um Holm und Große Straße zu einer Häufung von Diebstählen und Raubdelikten gekommen, bestätigt Flensburgs Kripo-Sprecherin Franziska Jurga. Freitags und sonnabends in der Zeit zwischen 23.30 und 7 Uhr haben Polizeibeamte seitdem erweiterte Kompetenzen. Dabei geht es vorrangig um die Identitätsfeststellung verdächtig erscheinender Personen. „Eine Durchsuchung gibt es nur bei konkretem Gefahrenverdacht“, erläutert Jurga. Es gebe keine wahllosen Kontrollen, aber es gehe darum, Täter aus der Anonymität herauszuholen. Die Opfer seien oft alkoholisiert, sie werden ihres Smartphones und ihrer Geldbörse beraubt. Laut Kripo gibt es keine Hinweise auf reisende Täter oder organisierte Gruppen. Mit fünf Fällen habe man es durchschnittlich an den Wochenenden zu tun gehabt – jetzt gebe es nur noch gelegentliche Straftaten dieser Art. „Wir haben damals sofort mit mehr Präsenz und verstärkten Streifenfahrten reagiert“, sagt die Sprecherin. Im Übrigen habe die gute Kooperation mit der Stadt und Justiz zu guten Ermittlungserfolgen geführt. „Wir haben gegenüber anderen Städten keine auffällig große Kriminalitätsdichte, aber eine vergleichsweise hohe Aufklärungsquote“, sagt Jurga. Sie appelliert, keine Panik zu schüren, wohl wissend, dass das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen in der Stadt leidet.


 

 

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erstellt am 23.Sep.2016 | 08:00 Uhr

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