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Flensburger Tageblatt

26. September 2016 | 19:19 Uhr

Bauprojekt : Lückenschluss an der Speicherlinie

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein privater Investor plant ein Haus mit sechs Wohnungen. Wohnungen statt Brache sind an der Engelsbyer Straße geplant.

Es sind zwar nur sechs Wohnungen, dafür liegen sie aber sehr zentral mitten in der Altstadt. Ein privater Bauherr möchte das freie Grundstück in der nördlichen Kurve der Speicherlinie mit einem Mehrfamilienhaus bebauen. Es liegt direkt rechts neben der Gaststätte „Lord Nelson“. Das Grundstück wird heute zum Teil als Parkplatz genutzt.

Fünf der sechs Wohnungen sind nach der bisherigen Planung rund 80 Quadratmeter groß. Schon fast Penthouse-Charakter hat die Dachgeschoss-Wohnung mit 143 Quadratmetern; sie verfügt zusätzlich über eine Dachterrasse. Um die Stellplätze hinter dem Haus zu erreichen, plant der Architekt eine Tordurchfahrt im Erdgeschoss.

Das Projekt fand gestern Nachmittag im Umwelt- und Planungsausschuss nur Zustimmung. Gemeinsam mit dem Bauherrn habe man „am Schliff der Architektur“ gearbeitet, sagte der städtische Chefplaner Peter Schroeders, der das Vorhaben „beispielhaft für weitere Baulücken“ an der Speicherlinie nannte. Indem man „den Stadtkörper abtaste“ nach jeder noch so kleinen Baulücke, komme man am Ende zu einer angemessenen Zahl an neuen Wohnungen, die man so dringend benötige.

SSW-Vertreter Glenn Dierking äußerte die Hoffnung, dass man nun auch die Eigentümer der anderen Baulücken der Speicherlinie überzeugen könne, diese zu schließen. So komme man am Ende womöglich auf 35 neue Wohnungen. Einziger Makel des aktuellen Bauprojekts: Es sei nicht gelungen, mit dem Nachbarn zu einer Lösung hinsichtlich einer gemeinsamen Hofeinfahrt zu kommen, so dass man diese im Erdgeschoss des Neubaus unterbringen müsse, so Schroeders.

Eine ganz andere Form des Wohnens soll in Engelsby an der Engelsbyer Straße ermöglicht werden. Hier liegt seit Jahren ein einst als Mischgebiet geplantes Areal im Dornröschenschlaf. Die Flächen zwischen Engelsbyer Straße und Nordstraße liegen weitgehend brach, der Penny-Markt hat hier schon vor längerer Zeit das Weite gesucht.

Wie viele Wohnungen hier gebaut werden können, steht noch nicht fest. Auch einen Investor gibt es offenbar noch nicht. Der Ausschluss von Einzelhandel werde im Laufe des Verfahrens wahrscheinlich kommen, so Peter Schroeders. Der Stadtteil sei durch das nah gelegene Stadtteilzentrum mehr als gut versorgt.

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erstellt am 08.Mär.2016 | 18:21 Uhr

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