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Techno-Party in der Kulturwerkstatt : Kühlhaus in Flensburg überfüllt: Party abgebrochen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Stadt kündigt ein Gespräch mit dem Betreiber über die Zuverlässigkeit an. Die Förderung wird nicht infrage gestellt.

Flensburg | Gegen 2.30 Uhr war die Party zu Ende. Da tummelten sich vermutlich über 400 Personen im Kühlhaus bei der Veranstaltung „Electronic Movement“, einer Techno-Party. 199 ist die von der Stadt zugelassene Obergrenze. Jetzt kommen ernste Gespräche auf das Kühlhaus und vor allem seinen Geschäftsführer zu.

Ordnungsamt und Polizei seien im Rahmen „einer ganz normalen Kontrolle“ um 2.30 Uhr im Kühlhaus aktiv geworden, bestätigte Stadt-Pressesprecher Clemens Teschendorf. Auch im vergangenen Jahr sei man schon einmal vorstellig geworden, da seien es „Kleinigkeiten“ gewesen, die man zu bemängeln hatte.

Das war diesmal offenbar nicht mehr der Fall. Teschendorf zufolge seien „knapp doppelt so viele“ Leute wie erlaubt im Kühlhaus gewesen. „Es waren 460“, sagt hingegen Stefan Reich, Chef der Firma Veranstaltungsschutz Nord, die in der Nacht vor Ort im Einsatz war. Üblicherweise werden nicht die Personen gezählt, so Teschendorf, sondern man schaut, wie viele Haken in der Garderobe frei sind. Die Zählung ergab in dieser Nacht 0 von 460 Haken. Reich betont, dass seine Firma nicht für die Zählung der Gäste verantwortlich gewesen sei.

Der Veranstalter habe von sich aus entschieden, die Party abzubrechen und die Gäste nach Hause zu schicken. Alles sei ruhig und friedlich verlaufen, so Teschendorf. Man werde jedoch ein Gespräch mit dem Veranstalter über seine Zuverlässigkeit führen. Der Stadtsprecher betonte, dass nicht die Kulturwerkstatt Kühlhaus als Einrichtung betroffen sei, sondern der Betreiber; damit sei der Geschäftsführer gemeint. Das ist beim Kühlhaus fast von Beginn an Harald Smorra, der am Montag nicht zu erreichen war.

Heikel wird die Sache dadurch, dass die Stadt das Kühlhaus mit 75.000 Euro jährlich aus ihrem Kulturetat fördert. Einrichtungen wie Kühlhaus oder Volksbad veranstalten regelmäßig auch Partys, weil damit zusätzliche Einnahmen zur Finanzierung kostenträchtiger kultureller Veranstaltungen und damit letztlich des Gesamtbetriebs erzielt werden können.

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erstellt am 07.Mär.2017 | 05:14 Uhr

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