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Flensburger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 05:29 Uhr

Veranstaltungen : Koschere Küche und Konzerte

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jüdische Gemeinde lädt zu Kulturtagen vom 2. bis 8. November ein / Landesrabbiner spricht über „Ethik im Judentum“

Die Jüdische Gemeinde Flensburg (JGF) lädt jeden mit Interesse an der jüdischen Kultur zu ihren dritten Kulturtagen ein. Seit 2012 finden sie im Zwei-Jahres-Takt statt, nicht nur für die kleine Gemeinde selbst, sondern für die ganze Stadt. Täglich wird ein neues Programm geboten, bei dem die jüdische Kultur den Besuchern mit Vielfalt und unterhaltsam näher gebracht wird.

Das informative Programm enthält unter anderem gemeinsame israelische Tänze (Donnerstag, 14 Uhr, Gemeindezentrum, Toosbüystraße 7), eine Stadtführung mit speziellem Augenmerk auf der jüdischen Geschichte (Freitag, 11 Uhr), ein klassisches Konzert (Montag, 7. November, 18 Uhr) und einen Kochkurs unter dem Motto „Wie koche ich koscher“ (Montag, 12 bis 16 Uhr). Denn: „Menschen die zusammen essen und kochen, die prügeln sich nicht“, so Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde, Gershom Jessen.

Vorstandsvorsitzende Elena Sokolovsky hebt besonders „das Herzstück des Programms“ hervor. Landesrabbiner Dov-Levy Barsilay spricht am 8. November, 19.30 Uhr, beim öffentlichen Vortrags- und Gesprächsabend im Gemeindezentrum, Toosbüystraße 7, über das Thema „Ethik im Judentum“.

Die Kulturtage repräsentieren die Offenheit des Judentums und seinen festen Platz im gesellschaftlichen Leben in Flensburg. Vorbeizuschauen bietet einen Einblick in die 15 Jahre alte orthodoxe jüdische Gemeinde, die aus 100 festen Gemeindemitgliedern und 14 verschiedenen Nationalitäten besteht; dazu kommen 145 Familienangehörige der Mitglieder. Mit der unmittelbaren Nähe zur dänischen Grenze ist die Gemeinde sogar länderübergreifend, wie die dänische Herkunft von Jessen beweist. Betont wird auch der generationenübergreifende Zusammenhalt der einzelnen Gemeindemitglieder. Von jung bis alt ist jede Generation vertreten und gerade das ist es, was die jüdischen Kulturtage so vielfältig und interessant macht.

Besonders stolz sind Sokolovsky und ihr Stellvertreter Iossif Smolianskij darüber, wie eine so kleine Gemeinde ein solches Event auf die Beine stellen kann. In Deutschland gebe es nur sieben Gemeinden, die Kulturtage anbieten, und Flensburg sei im Vergleich zu ihnen eine kleine Gemeinschaft.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 12:27 Uhr

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