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Flensburger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 13:02 Uhr

Drei neue Grundschulen : Kleine Schüler statt Kleingärten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Stadt bringt die Planung für die erste von drei neuen Grundschulbauten auf den Weg. Die Ramsharde-Schule soll zur Comenius-Schule ziehen.

Flensburg | Bei der Planung neuer Grundschulgebäude in der Stadt macht das Rathaus jetzt Nägel mit Köpfen. Für einen Neubau der Schule Ramsharde wurde jetzt die Planung auf den Weg gebracht. Die Schule soll direkt neben der Comenius-Schule im Norden der Stadt gebaut werden, und schon heute steht fest, dass dafür eine ganze Reihe von Kleingärten verschwinden müssen.

Betroffen ist vor allem die Kolonie 18e mit ihren Flächen nordwestlich der Gemeinschaftsschule in Richtung der Straße Am Katharinenhof. Im Zuge der Standortverlagerung der Schule werde die gesamte Kolonie überplant, heißt es in der Ratsvorlage 30 aus 2016. Hans-Hermann Otten, Flensburger oberster Kleingärtner, geht nicht davon aus, dass man die gesamte Fläche benötige, die immerhin deutlich größer ist als das Areal der Comenius-Schule (ohne Sportplatz).

Das Thema ist nicht ohne Brisanz, hat die Stadt doch in der Vergangenheit immer wieder auf Kleingartenflächen zurückgegriffen, wenn es um die Umsetzung von Planung – zum Beispiel für Wohnnutzung – ging. Doch diesmal sei die Empörung ausgeblieben, so Otten; vor rund zwei Wochen habe man den Kleingärtnern vor Ort die Situation geschildert. Die Stadt habe Ersatzgärten am Schlagbaumweg angeboten; die hätten einige Gärtner bereits angenommen. Vor Herbst werde auf dem Gelände ohnehin nichts geschehen, so dass man in aller Ruhe Gemüse sähen und ernten könne. Nach einer Erhebung der Stadt stehen elf von 44 Gärten in der Kolonie 18e derzeit leer; das war der Stand am 6. März 2016.

Ähnlich hoch ist die Leerstandquote auch in der benachbarten Kolonie 1, die unter Umständen auch oder alternativ für die Schulplanung im Norden herangezogen werden könnte. Schon 2018 soll die neue Schule bezogen werden; Grund für den Umzug ist der schlechte Zustand des alten Gebäudes an der Bauer Landstraße und der hohe Sanierungsstau. Außerdem sei das betagte Gemäuer in Zeiten der Inklusion nur noch bedingt für einen modernen Schulbetrieb geeignet. Was mit dem alten Gebäude nach dem Umzug der Schüler geschehen soll, steht noch nicht fest. Da zusätzliche Wohnungen immer und überall in Flensburg gebraucht werden, wird auch über eine Wohnnutzung nachgedacht.

Außer für die Grundschule Ramsharde hat die Stadt im Grundsatz Neubauten auch für die Hohlwegschule (Glücksburger Straße) und für die Schule Fruerlund (Bohlberg) beschlossen. Die Hohlwegschule soll wie die Ramsharde-Schule in die räumliche Nähe einer Gemeinschaftsschule verlagert werden, nämlich der Käte-Lassen-Schule. Hier sind die Planungen allerdings noch nicht so weit gediehen.

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erstellt am 27.Apr.2016 | 08:00 Uhr

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