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Flensburger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 16:47 Uhr

Kleine Geste der Dankbarkeit

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flüchtlingsgruppe übergibt Collage an die Stadt Flensburg im Nachgang des Tags der Deutschen Einheit

Mit einer selbstgestalteten Collage hat eine Gruppe von Geflohenen aus dem Jemen, Syrien und Irak gestern ihrer Dankbarkeit und Wertschätzung gegenüber Deutschland Ausdruck verliehen. Wenn auch mit ein paar Tagen Verzögerung, wollten die Flüchtlinge zum Tag der Deutschen Einheit gratulieren und überreichten ihr Geschenk an Bürgermeister Henning Brüggemann und die Leiterin des Fachbereichs „Einwohnerservice und Willkommenskultur“, Uta Weinerdt-Höfer.

Auf dem schwarz-rot-gold gestalteten Plakat steht ein kurzer Dank, sowohl auf Deutsch als auch auf Arabisch, und die Freude darüber, mit ihrer Gruppe „neue Nachbarn“ der Stadt sein zu dürfen. Dazu gab es noch eine kurze selbstverfasste Rede, in der die Männer sich zudem für die großen Bemühungen bedanken wollten, die ihren Aufenthalt hier überhaupt erst möglich gemacht hatten.

Seinen Platz soll das Geschenk in den derzeit noch zu renovierenden Räumen des Einwanderungsbüros im Rathaus finden.

Das Plakat war eines der ersten gemeinsamen Projekte der zusammengefundenen Gruppe von Flüchtlingen. Es war ihnen wichtig, der Stadt Flensburg und dem Land ihren Dank entgegenzubringen. Die Gruppe plant mit Hilfe des Vereins Flüchtlingshilfe Flensburg noch weitere Projekte. Fawzi Al-Dubhani (34) leitet mit viel Enthusiasmus zwei Bands und mehrere Theatergruppen. Unter anderem laden sie am kommenden Mittwoch ab 18.30 Uhr in Verbindung mit der Volkshochschule ins Kulturcafé Tableau: zu einem Abend mit Musik und Geschichten verschiedener Länder. Vor zwei Monaten gab es bereits einen Auftritt im Brasseriehof, bei dem der Syrer Khaled Ataallah musizierte und Zeichnungen seiner Familie ausstellte, die seit Monaten auf ihre Ausreise aus Syrien hofft.

Die engagierte Flüchtlingsgruppe möchte durch ihre Auftritte und Projekte den Flensburgern einen Einblick in ihre Herkunft geben und somit die verschiedenen Kulturen einander näher bringen. Dass die kleine künstlerische Gruppe zueinander gefunden hat, zeigt, wie Kunst und Musik die Menschen verbinden kann. Brüggemann zeigte sich begeistert von der Idee, im nächsten Jahr am Tag der Deutschen Einheit die freie Zeit zu nutzen, um einen musikalischen Auftritt der Gruppe zu besuchen.



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erstellt am 07.Okt.2016 | 12:57 Uhr

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