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STeinbergkirche : Kleiderstube hat jetzt mehr Platz

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Amtsvorsteher hat die neue Räume eingeweiht. Die Gemeinde und das Amt teilen sich die Kosten. Im vergangenen Jahr wurden 8588 Kleidungsstücke ausgegeben.

Steinbergkirche | Statt drangvoller Enge in einem kleinen zehn Quadratmeter großen Raum im Sportlerheim der TSG Scheersberg präsentiert sich die „Kleiderstube für Jedermann“ jetzt mit viel Platz (140 Quadratmeter) in einem leer stehenden Geschäft gleich neben der Polizei an der Nordstraße. Mit der Übergabe an den DRK-Ortsverein Steinberg weihte Amtsvorsteher Thomas Johannsen die Kleiderstube offiziell ein. Gemeinsam finanzieren das Amt Geltinger Bucht und die Gemeinde Steinbergkirche die Miete und die Nebenkosten – rund 4000 Euro im Jahr. Der Umzug vom Sportlerheim an die Nordstraße war ein Kraftakt – zum Glück packten viele Helfer mit an.

Die Kleiderstube gibt es in Steinbergkirche seit Sommer 2015. Sie war nicht zuletzt angesichts der wachsenden Zahl von Flüchtlingen eingerichtet worden. Eine gute Entscheidung, wie sich im Laufe der zurückliegenden Monate zeigte, denn der Bedarf an Bekleidung ist groß. Das Manko war jedoch, das man sich buchstäblich in den alten Räumen „auf den Füßen stand“ – bei der Annahme von Kleidung ebenso wie bei der Ausgabe. Das ist nun sehr viel besser, und da gebührte der Dank des Amtsvorstehers vor allem dem „fleißigen Kleiderstuben-Team“, acht Frauen, die sich unermüdlich engagieren: montags ab 15 Uhr bei der Annahme von Kleiderspenden und anschließend von 16 bis 18 Uhr bei der Ausgabe.

Der Amtsvorsteher zeigte sich froh, dass „wir diesen Schritt getan haben“ und weiß, dass auch Einheimische den Weg in die Kleiderstube finden. Denn der Bedarf ist groß. Übersichtlich geordnet verlockt das gut sortierte Angebot zum Schauen und Stöbern. Und es bleibt immer noch etwas Zeit zum „Schnacken“. Das kommt gut an, und so ist die Kleiderstube eine Anlaufstelle für viele Menschen geworden.

DRK-Vorsitzende Bärbel Müller zeigte sich dankbar, dass Amt und Gemeinde schnell und unbürokratisch handelten, „uns alle Kosten von der Hand halten“. Die Zeiten, in denen hin und her geschleppt werden musste, seien vorbei. Jetzt verfüge man über ein Lager, in dem die abgegebenen Kleidungsstücke zunächst sortiert werden.

Im zurückliegenden Jahr leisteten die Kleiderstuben-Damen 957 Stunden ehrenamtliche Arbeit, gaben an 832 Personen 8588 Kleidungsstücke aus. Das alles lasse sich nur mit viel Frauenpower, über die der DRK-Ortsverein verfüge, bewältigen meint Bärbel Müller: „Wir freuen uns über jeden, der zu uns kommt und fündig wird.“ Was jetzt noch aussteht, ist der Umzug der DRK-Feldküche, die bei der Feuerwehr eingelagert ist. Sie soll in einen Nebenraum der Kleiderstube untergebracht werden.

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