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Flensburger Tageblatt

28. Juli 2016 | 10:33 Uhr

Klang-Bilder entführen in eine Welt der Farben

vom

STOLTEBÜLL | "Kunst bereichert uns, lässt uns in Bereiche eintauchen, die unsere Phantasie anregen", mit diesen Worten fasste Künstlerin Marlies Rzadkiewicz aus Kappeln ihre Eindrücke von der jüngsten Lichtbilder-Ausstellung von Heinrich Klang in der Galerie "Allarts" in Wittkiel zusammen. Dessen Bilder, so die Künstlerin, lassen eine andere Welt hinter der Realität erahnen, obwohl sie aus der Realität heraus entstanden seien.

Der in der Möllmarker Schweiz in Sörup lebende Heinrich Klang, 1937 in Königsberg geboren, war während seines Berufslebens nach dem Studium von Architektur und Städtebau bis 1973 im Stadtplanungsamt Flensburg tätig. 1987 begann für ihn die aktive künstlerische Tätigkeit. Dabei ist seine Faszination für Glas ungebrochen. Was Klang immer wieder aufs neue fasziniert, "sind das Licht und die Möglichkeit, es in gestalteter Form als Bild zu zeigen". Dabei arbeitet er analog mit einer Leica-Kamera und einem Lupenobjektiv-Photar. Er kombiniert Glas unterschiedlicher Formen und Farben, schmilzt es in einem Brennofen. Zu seiner Arbeitsweise gehört, nach dem Ausglühen der Glasmasse aus dem so entstandenen "Rohstoff" Motive herauszuarbeiten und mit der Kamera zu erfassen. Dabei entstehen Fotografien der ganz besonderen Art, betitelt etwa mit "Der blaue Planet", "Strahlendes Licht", "Der rote Baum", "Das Pendel". Sie alle zusammen lassen dem Betrachter einen großen Spielraum für Interpretationen - und führen ihn damit zu einer indirekten Diskussion mit Heinrich Klang.

Bereits Anfang 2007 stellte die Galerie in Wittkiel schon einmal Klang-Bilder aus. Und schon damals, so Marlies Rzadkiewicz, "waren die Besucher überrascht und angetan von der Farb- und Formfülle, von der Harmonie". Schaue man die Bilder nur lange genug an, entwickelten sie einen Sog: "Man ist gefangen in einem fremden Kosmos, in einer unwirklichen Atmosphäre."

Die Ausstellung "Der Schlüssel ist das Licht" ist bis zum 17. September in der Galerie "Allarts" zu sehen. Öffnungszeiten: sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung unter: 0 46 35 / 2074.

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erstellt am 06.Aug.2012 | 07:00 Uhr

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