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Flensburger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 13:12 Uhr

Flensburg : Kitas: Stadt plant im Süden doppelt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Weil die Zeit drängt, soll zunächst sowohl an der Käte-Lassen-Schule als auch an der alten Hohlwegschule die Vorbereitung beginnen.

Flensburg | Die Stadt will beim weiteren Ausbau der Kindergartenplätze in Flensburg aufs Tempo drücken. Deshalb hat der Jugendhilfeausschuss vergangene Woche einen ungewöhnlichen Beschluss gefasst. Bei der schwierigen Entscheidung über den künftigen Standort einer neuen Kita in der Südstadt soll sowohl eine Planung auf dem Gelände hinter der Hohlwegschule angeschoben werden als auch eine auf den Freiflächen östlich der Käte-Lassen-Schule. Grund: Angesichts der großen Nachfrage nach Kinderbetreuung in der Stadt möchte die Politik keine unnötige Zeit verlieren. Der Beschluss fiel mit sieben Ja-Stimmen und drei Enthaltungen ohne Gegenstimme. Dass zwei Kitas parallel nicht nur geprüft, sondern auch geplant werden, hat den damit beauftragten Fachbereich Vermögen der Stadt mit ihrem Leiter Michael Draeger offenbar selbst überrascht.

Die Standortentscheidung in der südöstlichen Innenstadt ist kompliziert geworden, weil ein Neubaubeschluss der Hohlwegschule auf dem Gelände der Käte-Lassen-Schule die bereits beschlossene Kita-Planung an der Glücksburger Straße zur Makulatur werden ließ. Nun stellt sich die Frage: Ist der Standort der bisherigen Hohlwegschule als Ersatz für die beiden in die Jahre gekommenen Kita Johannisstraße und Schwedenheim mit zusammen fast 110 Plätzen dennoch der beste – oder sollten Kita und Grundschule künftig beide an der Mommsenstraße entstehen? Nun wird für beide Grundstücke geplant und erst später entschieden, welcher Bau umgesetzt wird.

Die Politiker im Jugendhilfeausschuss um ihre Vorsitzende Ellen Kittel-Wegner (Grüne) wollen die Kita aber unbedingt vom Zeitplan des Schulneubaus lösen: Da die Stadt zugleich drei neue Grundschulen in Ramsharde, Fruerlund und auf Jürgensby plant, ist nicht sicher, wie schnell eine neue Hohlwegschule gebaut werden kann. Ein Beschluss dazu steht noch aus, aber vieles spricht dafür, dass aufgrund des Bauzustands zunächst mit der Ramsharde-Schule gestartet wird. Der Bau der Kita Hohlweg indes muss in weniger als drei Jahren bereits fertig sein: „Wir haben einen massiven Druck, weil wir die Mittel bis 2018 umsetzen müssen“, sagte der scheidende Sozialfachbereichsleiter Horst Bendixen in seiner letzten Jugendhilfeausschusssitzung.

Die Stadt selbst plant derzeit insgesamt drei große neue Kitas: Am weitesten ist die Planung in der Nordstadt, wo auf dem Gelände der Petri-Schule ein 120 Plätze großer Neubau der Kita Sophiesminde entstehen soll. Neben der neuen Hohlweg-Kita (ebenfalls 120 Plätze) soll auch auf dem Gelände der Fruerlundschule endlich das Projekt Kindercampus mit einer ähnlich großen Kita umgesetzt werden. Neben der Stadt planen derzeit weitere freie Träger neue Kindergärten. Bereits in diesem Sommer öffnet an der Roonstraße eine 65-Platz-Kita – und Adelby1 will kurzfristig in der alten Nospa am Hafermarkt 30 Plätze schaffen.

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erstellt am 18.Apr.2016 | 14:30 Uhr

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