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Tarp : Kitaplätze werden dringend benötigt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Etwa 40 Kinder stehen in Tarp auf der Warteliste. Insbesondere fehlt es an Krippenplätzen für unter Dreijährige.

Um die Schaffung von Kindergartenplätzen ging es bei einer Klausurtagung, an der 17 der 19 Tarper Gemeindevertreter in Kollund in Dänemark teilnahmen. „Seit geraumer Zeit besteht ein immer größer werdender Bedarf an Kindertagesstättenplätzen“, hatte der Leitende Verwaltungsbeamte Horst Rudolph festgestellt. 243 Kindergartenplätze plus 20 im Waldkindergarten und etwa 40 in der dänischen Einrichtung gibt es in Tarp zurzeit. Etwa 40 Kinder stehen auf der Warteliste. Insbesondere Krippenplätze für die unter Dreijährigen werden verstärkt gewünscht.

„Heute melden über die Hälfte der Eltern ihre Kinder bereits für eine Betreuung nach dem ersten Lebensjahr an“, so Rudolph. Bei Kindern unter drei Jahre sind lediglich zehn in einer Gruppe erlaubt, bei den älteren sind es 20, was die Kapazitäten für die Kleinsten begrenzt.

Für den Kindergarten Schellenpark war ein Bedarf für drei Gruppen mit 60 Kindern errechnet worden. Da jedoch zahlreiche Krippenkinder angemeldet wurden, sind die drei Gruppen nun bereits mit 40 Kindern ausgebucht. „In dieser Einrichtung werden wir baldmöglichst für eine weitere Gruppe Platz schaffen“, so Hopfstock. Die Architekten seien bereits bei der Arbeit, bald werde gebaut, mit Ende der Sommerferien im September, spätestens zu den Herbstferien, soll dieser Anbau fertig sein.

Handlungsbedarf besteht auch beim Kindergarten Pastoratsweg. Dieser wurde vor etwa 50 Jahren gebaut. Dort gibt es drei Regel- und eine Krippengruppe. Es besteht der Bedarf für mindestens eine weitere Gruppe. Aber: Eine Erweiterung gibt die Bausubstanz eigentlich nicht mehr her. Die Beratungen kamen zu dem Ergebnis, dass diese Kita am besten abzureißen ist, da der Sanierungsaufwand für eine zeitgemäße Ausstattung zu hoch wäre. Stattdessen wurden die Räume des leeren Förderzentrums gleich nebenan als geeignete Alternative bezeichnet. Die Verwaltung wurde nun beauftragt, diese Möglichkeit mit allen Beteiligten zu prüfen, aber auch alternative Plätze für einen Neubau zu suchen.

Schließlich ging es auch noch um die Schaffung eines Kulturzentrums für Veranstaltungen, Mitgliederversammlungen der Vereine und Lesungen. Auch die Bücherei könnte hier untergebracht werden. Das bisher genutzte, renovierte Bürgerhaus sei zu klein, hieß es. Als eine charmante Lösung bezeichneten Peter Hopfstock und Horst Rudolph die Idee, alle Vorhaben zentral zu verbinden und den Bau einer Treenehalle III auf den Weg zu bringen – möglicherweise am jetzigen Standort des Kindergartens im Pastoratsweg. „Aber davor stehen Schularbeiten in Form von Gutachtenerstellung und Fördergelder-Antragstellung“, so Rudolph. „Wir haben die verschiedenen Träger informiert und wollen alles im Gleichklang richten“, so Hopfstock.

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