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Flensburger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 19:12 Uhr

Kita-Träger kommen unter Zeitdruck

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nach der Grundsteuer-Erhöhung müssen fast 120 neue Stellen in den Kindergärten besetzt werden

Die Beschlüsse sind gefasst, jetzt gibt es kein Zurück mehr: Ab 1. Januar zahlen Haus- und Wohnungsbesitzer sowie Mieter mehr Geld für die Grundsteuer. Anfang Januar gehen die Bescheide raus. Mit den Zusatzeinnahmen will die Stadt – wie mehrfach berichtet – die Betreuung in den Kindertagesstätten verbessern. Doch ob das erhöhte Grundsteuer-Aufkommen 2017 auch vollständig für bessere Kitas ausgegeben wird, steht noch nicht fest.

Denn angesichts der Kürze der Zeit bis Jahresbeginn ist es mehr als unsicher, dass die Stadt und die freien Träger ab Montag, 2. Januar 2017, die geplante personelle Verbesserung werden umsetzen können. Denn nominell werden mit dem Ratsbeschluss vom letzten Donnerstag 117,5 neue Stellen geschaffen, davon allein 25,5 bei der Stadt. Insgesamt gebe es 235 Kita-Gruppen in Flensburg, so Stadtsprecherin Asta Simon. Laut Beschluss soll es künftig pro Kita-Gruppe im Durchschnitt eine halbe Stelle mehr geben. Dazu soll die heilpädagogische Betreuung verbessert werden. Der Mehrbedarf kann durch Einstellung neuer Erzieher und Heilpädagogen oder durch Aufstockung der Stundenzahl des vorhandenen Personals erfolgen.

Die entsprechende Abteilung der Stadt Flensburg kann jetzt nicht einfach Stellen ausschreiben und Leute einstellen. Zunächst müssen die zusätzlichen Stellen in den Stellenplan 2017 eingearbeitet werden. Da dieser aber noch nicht beschlossen ist, muss der Finanzausschuss einer Vorgriffsbesetzung zustimmen. Er tagt am 3. November, bisher steht die Vorgriffsbesetzung noch nicht auf der Tagesordnung.

Deshalb sind womöglich private Träger wie die Kirche, ADS/Grenzfriedensbund oder Adelby 1 im Vorteil, weil sie schneller reagieren und sich früher auf dem Arbeitsmarkt umsehen können. Das müssen sie auch, denn sonst gibt es kein Geld. Sie bekommen ihren Anteil am zusätzlichen Grundsteuergeld nur dann, wenn sie den Mehrbedarf durch Erweiterung ihres Stellenplans nachweisen, so Stadtkämmerer Henning Brüggemann.

Derzeit werde berechnet, wie hoch die Mehrkosten im Bereich des städtischen Kitas sein werden; dieser Posten werde in den Haushalt 2017 eingearbeitet, der im Februar beschlossen werden soll. Wenn das Geld am Ende nicht vollständig benötigt wird, könne man über eine anderweitige Verwendung für „sachnahe“ Zwecke nachdenken, so der Kämmerer.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 07:29 Uhr

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