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Flensburger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 22:53 Uhr

Oktoberfest am Wochenende in der Innenstadt : Ja mei! Flensburg wird bayerisch

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Verkaufsoffener Sonntag wird künftig an ein zweitägiges Programm gekoppelt

Weißwurst und Brezeln, Dirndl und Lederbüx – am kommenden Wochenende steht Flensburg ganz im Zeichen der bayerischen Landeshauptstadt. Deutschlands nördlichstes Oktoberfest wird gleich an zwei Tagen stattfinden – damit einher geht eine konzeptionelle Neuausrichtung des verkaufsoffenen Sonntags.

„Wir wollen ein Erlebnis vermitteln – ein Highlight, das viele Menschen aus der Region anzieht“, sagt Ulf von Finthel, Vorstand der Interessengemeinschaft „City Flensburg“. Die IG baut auf tatkräftige Unterstützung Gewerbetreibender und Eigentümer in der Innenstadt sowie Vertretern von Stadt, IHK und der Tourismus Agentur Flensburger Förde (TAFF). Finthel stört es dabei wenig, dass zeitgleich auf Städte wie Schleswig oder Kiel einen verkaufsoffenen Sonntag auf die Beine gestellt haben. „Wir sind überzeugt, dass Flensburg so schön ist und so viel zu bieten hat, dass wir die Konkurrenz im Umland durchaus verkraften können.“

Die Ausweitung auf den Sonntag hat einen guten Grund: Die Veranstalter schielen dabei auf die dänische Kundschaft. Wohl wissend, dass Dänen die Volksfeststimmung lieben – und vor allem das Bier. Jenseits der Grenze ist jedoch die Bereitschaft, an einem Sonntag in Flensburg zu shoppen, relativ gering. Umfragen, die nicht als repräsentativ gelten, besagen, dass an einem Sonntag maximal jeder zehnte Kunde aus Dänemark kommt – ganz im Gegensatz zu den üblichen Einkaufstagen. Die meisten sind der deutschen Sprache mächtig, der Altersschnitt liegt über 50 Jahre.

Der Zurückhaltung will man entgegenwirken. So wurde extra eine „Landing Page“ entwickelt, die über in dem Nachbarland geschaltete Online-Banner erreicht wird. „Sie gibt es unter shopping-flensburg.de bislang nur in dänisch, soll aber demnächst auch in Deutschland implementiert werden“, erläutert Miriam Löwel von der Veranstaltungsagentur L’events. TAFF-Geschäftsführer Gorm Casper entwickelt schon Visionen mit einem Komplettservice. „Wenn man weiß, was einen erwartet, bucht man sicherlich auch gern mal eine Nacht im Hotel dazu.“

Die Kombination aus verkaufsoffenen Sonntag und einem zweitägigen Veranstaltungspaket könnte sich zu einem Modell für die Zukunft entwickeln und soll auch am 6. November umgesetzt werden, wenn es heißt: „Hier spielt die Musik.“ Die künftige Strategie soll bei jährlichen Treffen aller Beteiligten weiterentwickelt werden.

Doch zunächst einmal liegt der Fokus auf dem Moment, da „o’ploppt“ ist. „Wir wollen es in Flensburg mal so richtig krachen lassen“, sagt Ulf von Finthel euphorisiert. Bei einem Preis von 7,50 Euro für die Maß Bier (Zum Vergleich: In München zahlt man über zehn Euro) und zünftigen Klängen sollte das für Wiesn-Fans kein Problem sein. Los geht’s am Sonnabend auf der Bühne vor der VR Bank an der Großen Straße um 10 Uhr mit einem bayerischen DJ. Aufspielen wird dort die Band „Strandwurm“ ab 16 Uhr. Am Sonntag beginnt die Gaudi mit den „Lederbüxen“ um 12.30 Uhr, also eine halbe Stunde, bevor die Geschäfte öffnen. Ab 18 Uhr zieht man dann in ein großes Festzelt auf dem Südermarkt. Und das Schönste: Die Flensburger Brauerei spendiert 100 Liter Freibier   .  .  . für alle, die am Sonntag in den Geschäften arbeiten müssen.


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erstellt am 29.Sep.2016 | 08:36 Uhr

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