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Flensburger Tageblatt

28. Juli 2016 | 22:16 Uhr

Doppelstöckige Waggons : Im ersten Stock nach Hamburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Bahn setzt neuerdings doppelstöckige Waggons mit besserer Komfortausstattung auf Flensburgs wichtigster Verbindung ein.

Flensburg | Wer regelmäßig auf der Bahnlinie Flensburg-Hamburg unterwegs ist, kennt sie schon, die neuen doppelstöckigen Waggons im vertrauten Bahn-Rot. Auf anderen norddeutschen Strecken sind sie schon seit Jahren Alltag, jetzt verschaffen sie Bahnreisenden auch im äußersten Norden Deutschlands mehr Komfort und ein neues Fahrgefühl. Seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember wird der Schleswig-Holstein-Express sukzessive mit den neuen Waggons ausgestattet.

Das hätte eigentlich schon viel früher geschehen sollen, doch die Bahn hatte Probleme mit ihrem Lieferanten, der die vereinbarten Fristen nicht einhalten konnte. Der SH-Express dürfte schon bald recht bunt durch das Land gen Hamburg und zurück rollen. Denn die roten Doppelstöcker werden – kaum dass sie da sind – nach und nach gegen blaugrüne Waggons mit dem Logo von Nah.SH ausgetauscht, ebenfalls sukzessive und nach Liefertempo des Herstellers Bombardier. Während der Umstellungsphase könne es da zu auffälligen Farbmischungen auf der Strecke kommen, teilte DB Regio auf seiner Internetseite mit.

Abgesehen von dem „Hochgefühl“, aus der ersten Etage der Bahn das schleswig-holsteinische Flachland vorbeiziehen zu sehen, bringen die dann ganz neuen Wagen weitere Annehmlichkeiten für die Fahrgäste: An allen Plätzen gebe es Steckdosen, Leseleuchten, Tische und Mittelarmlehnen, verspricht DB Regio. Zudem verfüge jeder Wagen über Gepäckregale in der Mitte, die im Sichtfeld aller Passagiere seien. Über Infomonitore in jedem Wagen erfahren die Passagiere zudem unter anderem, wann und wo der Zug das nächste Mal anhält.

Rollstuhlfahrer indes müssen aufpassen und sich rechtzeitig auf dem Bahnsteig orientieren: Ebenerdige Plätze gibt es nur an einem Ende des Zuges. Und auch dieses Abteil ist vom Bahnsteig aus nur über einen Absatz zu erreichen. In allen anderen Wagen sind jeweils Stufen oder gar Treppen zu überwinden, sowohl nach oben als auch nach unten.

Vergangenheit ist das lästige Umsteigen in Neumünster: Schon seit längerem fahren fast alle Züge nach Hamburg durch. Nur in den frühen Morgen- und in den Abendstunden muss man umsteigen. Bei Abfahrt um 12.09 Uhr ist man sogar in rekordverdächtigen 1:53 Stunden in Hamburg – wenn der Zug, in diesem Fall ein IC, pünktlich ist. Der langsamste SH-Express braucht 2:07 Stunden für die Strecke. 

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erstellt am 06.Jan.2016 | 18:54 Uhr

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