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Flensburg : Hoffen auf den großen Wurf mit kleinen Häusern

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Flensburger Bau-Miniaturen von Jobsuchenden: Das Job-Center präsentiert acht Gebäude im Maßstab 1:25.

Flensburg | Acht bekannte Flensburger Gebäude im Miniaturformat können zurzeit im Zuge der Ausstellung „Miniaturstadt Flensburg“ im Jobcenter in der Waldstraße 2 bewundert werden. Die „Miniaturstadt“ im Maßstab 1:25 ist ein vom Jobcenter Flensburg gefördertes Angebot der Grenzland-Fördergesellschaft des Handwerks und Gewerbes der Kreishandwerkerschaft Flensburg und dem Verein „Zeitraum“. Im Rahmen des Projekts werden bis zu 21 Langzeitarbeitslose auf ihrem Weg zurück ins Arbeitsleben begleitet und unterstützt.

Die Teilnehmenden übernehmen dabei die anspruchsvollen planerischen und handwerklichen Arbeiten, erstellen auch selbstständig die Flyer und eine Zeitschrift zum Projekt. So entstanden im Zuge der anderthalbjährigen Projektlaufzeit neben den Gebäuden auch einige Kontakte zu Flensburger Betrieben. Jobcenter-Geschäftsführerin Claudia Remark: „Die regelmäßige Mitarbeit fördert wesentliche Kompetenzen zur Heranführung an den Arbeitsmarkt und hilft den Teilnehmenden bei der Strukturierung der Tagesabläufe. Das Arbeiten im Team beeinflusst die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten positiv, der Entstehungsprozess der Gebäude stärkt das Durchhaltevermögen.“

Während der Arbeitsgelegenheit erhalten die Teilnehmenden neben der Unterstützung und Begleitung bei der technischen und handwerklichen Arbeit auch pädagogische Betreuung zum Beispiel bei Bewältigung von persönlichen Problemen, Unterstützung bei der Wohnungssuche oder auch bei der Klärung von Behördenanliegen. Die Teilnehmerplätze sind stark nachgefragt und aktuell alle vergeben, so Remark. Die durchschnittliche Teilnahmedauer ist auf sechs Monate ausgelegt. Die Teilnehmenden sind dabei keineswegs alle handwerklich oder technisch vorgebildet. Geschäftsführer Rolf Müller von Zeitraum: „Es ist schon erstaunlich, was ein so bunt zusammengewürfelter Haufen an Kenntnissen und Qualifikationen Beeindruckendes erarbeitet. Man entdeckt hier häufig ungeahnte und ungekannte Talente bei den Teilnehmenden, die wir dann gerne weiter fördern!“

Die Idee zum Projekt kam Initiator Steffen Steinfurth vom Jobcenter Flensburg, bei einem Besuch des Miniaturparks Schwerin. „Uns ist es wichtig, dass die Teilnehmenden durch die Erfahrungen im Projekt für den Einsatz im Arbeitsleben und auch persönlich gestärkt werden. Durch das tolle Ergebnis und die Wertschätzung durch die Besucher der Ausstellung erfahren sie Erfolgserlebnisse!“

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erstellt am 18.Apr.2017 | 14:00 Uhr

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