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Engagement in Flensburg : Hilfe für Jeppe und Co.

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Elektro-Innung spendet 4000 Euro an behinderten Jungen und soziale Initiativen

Der kleine Jeppe ist schwerstbehindert. Seine Familie wünscht sich sehnlichst eine adäquate Transportmöglichkeit für ihren Jungen. Der Vierjährige hat bei seiner Geburt einen schweren Hirnschaden erlitten, der epileptische Anfälle, Schlafstörungen und eine eingeschränkte Bewegungsfähigkeit nach sich zieht. Für die Anschaffung eines größeren Fahrzeugs, in dem Jeppe mitsamt all der benötigten Hilfsmittel untergebracht werden kann, gab es jetzt eine von der Elektro-Innung Flensburg ermöglichte Anschubfinanzierung. In den Räumen der Kreishandwerkerschaft nahm Martina Morf von der Just-Hansen-Stiftung jetzt 1000 Euro entgegen. Die Stiftung unterstützt Kinder in Flensburg und Umgebung, die aufgrund ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes hilfebedürftig sind und die Kosten von Krankenkassen oder durch Sozialleistungen nicht abgedeckt werden. „Ich bin ganz überwältigt und dankbar dafür“, freute sich Jeppes Mutter Anika Wölffel.

Insgesamt 4000 Euro schüttet die Innung in diesem Jahr aus – und von dieser Spendensumme profitiert auch das Kinderprojekt „Mit Fiete durch die Kinderklinik“. Die operationstechnische Assistentin Daniela Leptin hat einen Wegführer durch die fremde Umgebung der Diako-Kinderklinik erstellt. Teddy Fiete erläutert darin Begriffe wie Ultraschall, MRT, EEG oder EKG oder erklärt, warum es manchmal notwendig ist, Blut abzunehmen. Zudem gibt es Rätsel und Bilder zum Ausmalen. „Das nimmt Kindern die Angst vor der fremden Umgebung“, sagt Daniela Leptin, die das 40-seitige Heft, wie sie betont, schon erfolgreich bei Demenzkranken eingesetzt hat.

Darüber hinaus profitiert der Kinderschutzbund, der mit der Spende zwei Essenspatenschaften im Kinderhaus an der Marientreppe finanzieren kann, außerdem der Freundeskreis des ev.-lutherischen Kindergartens Handewitt, der das Geld in die Wiederherstellung des „Bällebades“ steckt und die spezialisierte Pro-Familia-Beratungsstelle „Wagemut“. Dort wird Mädchen und Jungen geholfen, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind. Wie Mitarbeiterin Cornelia Donicht berichtet, baut die Einrichtung derzeit einen Beratungszweig für Kinder und Jugendliche auf, die häusliche Gewalt in der Familie erlebt haben.

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erstellt am 14.Mär.2017 | 05:47 Uhr

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