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Flensburger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 16:37 Uhr

Heidschnucken halten das Gras kurz

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schafherde zieht heute weiter in den Landschaftspark Twedter Mark / Vierbeinige Landschaftspfleger seit acht Jahren im Einsatz

Schattige Wege, ruhige Lage: So wird das Twedter Feld wohl am besten beschrieben. Viele Wege führen in das Naturschutzgebiet am Rande Mürwiks hinein. Bis heute Nachmittag noch sind 600 Heidschnucken und einige Ziegen der Schäferei „Obere Treenelandschaft“ aus Oeversee vor Ort. Danach wandern sie weiter zum Landschaftspark Twedter Mark an der Küste.

Die Weidetiere dienen der Landschaftspflege auf den freien Feldern im Naturschutzgebiet. Sie fressen gern die nicht heimischen Gräser auf dem Feld und magern die Erde aus, sodass die ursprünglichen Gräser wieder zum Vorschein kommen und die Insekten, die auf den Magerböden existieren, sich dort wieder einfinden. Ein großes Ziel dieser Aktion ist, dass sich das Heidekraut und andere Blühpflanzen Lebensraum schaffen, was in Teilen schon gelungen sei.

Zur Erleichterung der Hütearbeit werden die Felder für die Schnucken mit einem Zaun abgesteckt. Jeden Tag wechselt das „Fressfeld“. Das hat zum einen den Vorteil, dass die altdeutschen Hütehunde besser wachen können und zum anderen wird auf diese Weise das Gras kürzer gefressen.

Die natürlichen Rasenmäher sind dreimal im Jahr zum Fressen im Feld. Ihre Route von Oeversee zum Twedter Feld bestreiten die Tiere ohne Hilfsmittel und unter ständiger Kontrolle der Hütehunde und ihrer Schäferin Angela Dornis. Es ist mittlerweile das achte Jahr, in dem die Tiere diese Wanderung machen. Bisher sind sie ohne größere Probleme verlaufen.

Was sagen Hundebesitzer zu den kurzzeitigen Waldbewohnern? Die Heilpraktikerin Irene Andler ist dem Ganzen durchweg positiv eingestellt. „Es ist ein schöner und beruhigender Anblick und ein respektvolles miteinander unter den Hunden. Ich hatte noch nie Ärger mit meinem und den Hütehunden“, sagt sie. Dennoch wird Hundebesitzern dringend geraten, ihre Hunde immer an der Leine zu führen – was sie im Naturschutzgebiet ohnehin müssen. Die Schnucken könnten durch die Anwesenheit fremder Hunde verängstigt werden und dadurch Kot und Urin ungewollt ausscheiden, erläutert Schäferin Angela Dornis.

Doch auch abseits der Schnuckenfelder wird das Gebiet gerne genutzt – ob zum Radeln, Joggen oder eben Gassi gehen. So wie Hundebesitzer Rene Paasch mit seinem Hund Pillango. „Das ist unser Wald für unseren Hund. Eine tolle Anlage mit tollen Wegen.“

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erstellt am 09.Sep.2016 | 12:12 Uhr

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