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Parkdruck in Flensburg : Handballfans parken Campusbad zu

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Konflikte bei Heimspielen: Schwimmer und Saunabesucher finden keine Parkplätze - das Problem ist bekannt, doch eine Ideallösung fehlt

Das nächste Heimspiel ist in knapp zwei Wochen. Dann wird es wieder eng auf dem Campus – nicht nur in der Flens-Arena, wo am 29. März die SG Flensburg-Handewitt auf den HSC Coburg trifft. Auch auf dem Parkplatz des Campusbads geht dann oft nichts mehr, weil offenbar viele Handballfans dort ihre Autos abstellen. Immer wieder kommt es vor, dass Badbesucher bei SG-Heimspielen keinen Parkplatz finden und frustriert die Heimfahrt antreten.

„Ich finde, das geht gar nicht“, beklagt sich eine Schwimmerin, die vor kurzem extra erst nach Spielbeginn zum Campus fuhr, um den Stau und das Verkehrschaos zu meiden. Doch dann der Frust: Der Platz am Campusbad war brechend voll, selbst die Feuerwehrzufahrt sei zugeparkt gewesen. „Wer kontrolliert denn so etwas?“, empört sich die Flensburgerin in einer Mail ans Tageblatt.

Eine andere Sportlerin brauchte mit dem Auto 20 Minuten vom Bahnhof bis zum Campus und dort nochmal eine Viertelstunde für die Parkplatzsuche. „Ergebnis: Ersten Sauna-Aufguss verpasst, Entspannungseffekt im Eimer“, grantelte sie.

Auf dem Campus ist das Problem bekannt, sowohl im Bad als auch bei der SG. Deren Geschäftsführer Dierk Schmäschke weist darauf hin, dass es auf dem Campus von Beginn an zu wenig Parkplätze gegeben habe und man gemeinsam überlegen müsse, wie man dem Problem beikommen könne. Durch den Bus-Shuttle, den die SG organisiert und anbietet, nehme man einen Großteil des Parkdrucks bei den Heimspielen weg. Zudem habe man die Verantwortung für den Sandplatz direkt westlich neben dem Bad-Parkplatz übernommen und den Platz hergerichtet; er werde jetzt in Kürze „wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt“. Dieser Platz kostet aber bei Heimspielen zwei Euro, ist außerdem ein paar Meter weiter von der Flens-Arena entfernt als der gepflasterte Platz an der Schwimmhalle.

Peter Thomsen kennt als Betreiber der Flens-Arena die Park-Probleme auf dem Campus zur Genüge. Er schlägt vor, dass das Campusbad während der SG-Spiele einen Ordnungsdienst am Parkplatz organisiert, der darauf achtet, dass nur Schwimmer den Platz benutzen. Das sei nicht zu leisten, wandte Peer Holdensen ein, Sprecher der Stadtwerke, deren Tochterfirma das Bad betreibt. Umgekehrt könne man vereinbaren, dass die Bad-Besucher im Falle einer Überfüllung kostenfrei den Sandplatz der SG nutzen können, so Thomsen.

In regelmäßigen Abständen rücken auf dem Campus Parkprobleme in den Fokus. Dass diese jetzt zunehmen, ist die Kehrseite des Erfolges: Seit Jahren wachsen Europa-Universität und Hochschule Flensburg, die Besucherzahlen des Campusbads steigen, und die SG steht so gut da wie seit Jahren nicht. Das Wachstum der Hochschule führte zum Aufbau von Büro- und Seminar-Containern – zum Teil auf Stellplätzen für Pkw.

Die Campusbad-Besucherin, die sich an das Tageblatt gewandt hatte, beklagte sich vor allem darüber, dass die Geschäftsführung des Bades die Park-Situation bei den SG-Spielen kenne und auch dulde. Dies sei ihr von Mitarbeitern mitgeteilt worden. Stadtwerke-Sprecher Holdensen bezweifelt das beziehungsweise führt es auf ein Missverständnis zurück. Man sei daran interessiert, das Problem im Sinne aller Beteiligter zu lösen.

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erstellt am 16.Mär.2017 | 06:26 Uhr

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