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Flensburger Tageblatt

01. November 2014 | 01:22 Uhr

Flensburg Nautics : Hafenfest unter tropischer Sonne

vom

Veranstalter der Nautics ziehen rundum positive Bilanz / Sechsstellige Besucherzahl / Bislang umfangreichstes Kulturprogramm

Flensburg | Endlich spielte das Wetter einmal mit! "An vielen Stellen herrschte italienisches Piazza-Flair", freute sich Nautics-Veranstalter Michael Reinhardt, "das Wetter hat die Nautics 2012 nach oben gehievt." Vom Sail-in bis zur Auslaufparade, vom Feuerwerk in sternklarer Sommernacht bis zum hervorragend besuchten ökumenischen Open-air-Gottesdienst - die fünfte Ausgabe des "maritimen Bürgerfestes" war in allen Belangen gelungen.

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"Die Nautics sind jetzt auch bei der Landesregierung angekommen", bilanzierte Michael Reinhardt mit Blick auf die Eröffnung des Festes durch Ministerpräsident Torsten Albig. Neben der Kieler Woche und der Travemünder Woche habe sich die Flensburger Variante eines großen Hafenfestes mittlerweile fest in Schleswig-Holstein etabliert. "We are the World", sangen passend zu dieser Einschätzung gestern Mittag die "Häppi Singers" auf der Hauptbühne am Nordertorkai, und das war sogar gut auf der anderen Hafenseite zu hören, wo sich zahlreiche Besucher bei den Fahrzeugen und Geräten der Bundeswehr, des THW und des DRK informierten.

Auf eine Besucherzahl wollten sich Michael Reinhardt und sein Partner Jürgen Edelhoff, der für das wasserseitige Programm verantwortlich zeichnete, nicht festlegen lassen. "Auf jeden Fall sechsstellig", war der kleinste gemeinsame Nenner. Beide hatten nicht den Eindruck, dass die fast schon tropische Hitze des Wochenendes viele potenzielle Besucher vom Hafen an den Strand getrieben hätte. Als einzigen Wermutstropfen bilanzierte Edelhoff eine eher geringe Bereitschaft, kostenpflichtige Plätze auf den Gastschiffen zu buchen; die Schiffe seien zum Teil nur zu einem Drittel ausgelastet gewesen. Eine wirkliche Erklärung hierfür gab es nicht.

Besondere Leckerbissen für Freunde alter Schiffe waren neben der "Kruzen shtern" (siehe Bericht Seite 11) der Nachbau der Fregatte "Shtandart" - für Michael Reinhardt die Reinkarnation der "Jolly Roger" von Captain Hook in "Peter Pan". Die "Shtandart" erhielt bei der Regatta den Sonderpreis für das schnellste Schiff mit mehr als einer Kanone. Die war dann auch mehr als einmal deutlich zu hören.

Das Kulturprogramm sei noch nie so umfangreich gewesen wie in diesem Jahr, freute sich Reinhardt und hob spontan und ohne Anspruch auf Vollständigkeit den mitreißenden Auftritt von "Sweety Glitter and the Sweet hearts" und die maritime Songgruppe "Skorbut" hervor. Spektakuläre Stunts zeigten zudem die Sportpiraten, die eine Rampe herunter sausten und dann mit ihren BMX-Rädern im hohen Bogen ins Wasser klatschten - das Publikum war hingerissen.

Unverzichtbar bei einem Hafenfest dieser Größe ist das maritime Handwerk: Dazu gehörten der Seilmacher Steen Franch aus Dänemark, Deutschlands einziger Seemannskistenbauer, Reinhold Fischer aus Kaltenkirchen, und Hermann und Heiko Andresen aus Böklund, die sich mit Modell- und Buddelschiffen beteiligten, zur Freude vieler Besucher.

"Hervorragend gelaufen": So kurz und knapp fassten Jürgen Edelhoff und Michael Reinhardt die Bilanz der fünften Nautics zusammen.

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erstellt am 20.Aug.2012 | 06:21 Uhr

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