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Flensburger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 17:15 Uhr

Zukunft in der Stadt : Hafen und City: Was will der Bürger?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburger Verwaltung lädt im September zur breit angelegten Beteiligung bei der Stadtentwicklung

Wohin soll sich Flensburg in den kommenden zehn bis 15 Jahren entwickeln? Wie kann das Besondere der Stadt mit all ihren Traditionen in einem wachsenden Flensburg mit hoher Lebensqualität gestärkt werden? Nach der Sommerpause lädt die Stadt ihre Bürger zur Beteiligung an diesem Prozess. Mehr als 500 zufällig, aber repräsentativ ausgesuchte Flensburger sind persönlich zur Stadtwerkstatt am 14. September (15 - 19.30 Uhr, Bürgerhalle des Rathauses) eingeladen. Willkommen sei aber jeder interessierte Einwohner, sagt Planungschef Peter Schroeders: „Wir wollen den Aspekt der Beteiligung sehr ernst nehmen.“

Zu den wichtigsten Teilen der Stadt, die dabei unter die Lupe genommen werden, gehören naturgemäß die Innenstadt sowie alle wassernahen Flächen und der Hafen. „Wir wollen nicht, dass Flensburg nivelliert und für die Zukunft segmentiert wird“, sagt Schroeders. Ein paar Vorbilder für dieses integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek) hat er schon im Blick. Er nennt Eckernförde, Sonderburg sowie die beiden Welterbe-Hansestädte Wismar und Stralsund. Oder die Verkehrssituation an der Lübecker Untertrave: Das wäre vergleichbar mit einer Verkehrsberuhigung der Schiffbrücke. So viel wollen die Planer den Einwohnern ihrer Stadt dann allerdings doch nicht zumuten. Womöglich schon den Verlust von einigen Premium-Parkplätzen unmittelbar am Wasser, wie die Stadt es derzeit südlich der Museumswerft vor dem Schifffahrtsmuseum wieder mal austestet. Parkplätze seien nämlich genug vorhanden, betont der Fachbereichsleiter. An der Schiffbrücke parkten viele Dänen, die von hier aus in die Stadt gehen. „Es ist wichtig, dass einzelne Interessenvertreter ihre eigenen Interessen nicht immer beinhart durchsetzen“, sagt Schroeders. Damit dürfte er die Industrie- und Handelskammer meinen, die sich bei jeder Parkplatzsperrung zu Wort meldet. Für das neue Hotel, das Schifffahrtsmuseum und das Anwohnerparken könne man sicher Lösungen finden, glaubt Schroeders. Um den Blick etwas weiter zu fassen, sagt der Planungschef: Es gehe auch darum, Bahnhof, Fördespitze, Ost- und Westufer besser miteinander vernetzen. Und dafür sei es gut, wenn man nicht immer zunächst über vierspurige Straßen gehen müsse.

Was wird aus unserem Hafen? Wie können die Hochschulen mit Flensburg wachsen? Wie fördern wir Fußgänger- und Radverkehr in der Stadt? Das sind drei der zentralen Fragen, die bei der „Stadtwerkstadt“ am 14. September diskutiert werden sollen. Im Spannungsfeld „Wissensstadt und Urbanität“ gehe es um eine bessere Vernetzung des Hochschulcampus Sandberg mit der Innenstadt. Dazu gehöre auch in disem Bereich eine bessere Fahrradinfrastruktur. Schließlich trennen Campus und City nur einen Hügel und keine zwei Kilometer. Deshalb möchte Schroeders auch die beiden etwas vernachlässigten Hauptfahrradverbindungen zum Thema machen – über Neumarkt, Bahnhofstraße und Munketoft sowie über Angelburger und Kanzleistraße. Eine funktionierende Ausschilderung gibt es bislang über keine der beiden Strecken.

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erstellt am 07.Aug.2016 | 23:30 Uhr

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