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Flensburger Tageblatt

23. März 2017 | 19:32 Uhr

DGB in Flensburg : Gut besuchtes Frauenfrühstück: Stricken gegen rechts

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Simone Lange, seit Jahren dort zu Gast, sprach diesmal als neu gewählte Oberbürgermeisterin ein Grußwort zu den Teilnehmerinnen.

170 Frauen in guter Stimmung begrüßten Katharina Petersen von Frau & Beruf und Perke Heldt vom DGB zum traditionellen Frauenfrühstück am Sonntag im Flensborghus. Simone Lange, seit Jahren dort zu Gast, sprach diesmal als neu gewählte Oberbürgermeisterin ein Grußwort zu den Teilnehmerinnen.

Die Wurzeln des Frauentages, der am 8. März begangen wird, liegen in Amerika, wo 1857 Textilarbeiterinnen für mehr Lohn und Rechte streikten. Darauf wies Perke Heldt hin und freute sich, dass amerikanische Frauen diese Tradition mit Demonstrationen für Menschenrechte, Frauenrechte in diesem Januar fortgesetzt hätten. Gegen die sexistischen und rassistischen Parolen von Donald Trump wollten sie ein Zeichen setzten, und mehrere Millionen Menschen – mehr als bei den Demos gegen den Vietnamkrieg in den 70ern – folgten dem Aufruf. „Pussy grabs back“ war das Motto, und viele hatten sich pinkfarbene Mützen mit Katzenohren dazu gestrickt. „Das könnte auch Vorbild für unsere Auseinandersetzung mit Rechtspopulisten sein, die uns Frauen nur mit Kindern in der Küche sehen wollen“, schlug Heldt vor.

„Mehr Land in Sicht! – Arbeit für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein“ will bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen. „Wir beraten, coachen, vermitteln in ein Praktikum, Ausbildung, Schule oder Arbeit“, sagt Özlem Erdem-Wulff vom Netzwerk, „wir schulen aber auch Arbeitgeber, Jobcenter oder Verbände, um interkulturelle Missverständnisse zu vermeiden.“ Auf die besondere Situation von Frauen müsse intensiver eingegangen werden. Denn schon die Fluchtgründe seien unterschiedlich: Genitalverstümmelung, Zwangsheirat, Vergewaltigung. „Wir brauchen die Anerkennung geschlechtsspezifischer Fluchtgründe, sensibel durchgeführte Asylverfahren und niedrigschwellige Hilfsangebote für die Frauen“, so Gastrednerin Özlem Erdem-Wulff.

Musik machte die Band „Fool Moon“; gespendet – 670 Euro kamen zusammen – wurde für den Verein Lichtblick, der Suizidprävention leistet und in Krisensituationen berät.

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erstellt am 06.Mär.2017 | 12:10 Uhr

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