zur Navigation springen

Flensburger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 03:13 Uhr

Gelting : Grünes Licht für Ferienhof-Ausbau

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Auf einem Gelände in Stenderup sollen eine Reithalle sowie ein Apartment- und ein Gästehaus entstehen. Der Nachtragshaushalt der Gemeinde Gelting weist ein Defizit von 72 600 Euro aus.

Gelting | „Grünes Licht“ hat die Verwaltung den Betreibern des Ferienbauernhofs Thomsen in Stenderup für deren Ausbaupläne gegeben – und zwar mit rund einjähriger Verspätung. Vor allem die komplizierte Suche nach geeigneten Ausgleichsflächen habe, wie Gemeindevertreterin Maike Thomsen anlässlich der jüngsten Sitzung der Geltinger Mandatsträger darlegte, zu dieser Verzögerung geführt. Seitens der Kommune mussten die Weichen für die 19. Änderung des Flächennutzungsplans für das Gebiet südlich der Bundesstraße 199 und nördlich der Stenderuper Straße gestellt werden. Zugleich wurde der entsprechende Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Wie Geltings Bürgermeister Uwe Linde erläuterte, seien keine nennenswerten Vorbehalte gegen das Projekt vorgetragen worden, zumal die vollzogene Umwandlung von einer bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche in den Status eines Sondergebiets keine Hürde darstellte. Die Gemeindevertretung gab nun ihre Zustimmung zu der öffentlichen Auslegung der Pläne.

Henning und Maike Thomsen wollen in einem mehrjährigen Programm drei Neubauten auf ihrer 35  000 Quadratmeter großen Hoffläche entstehen lassen. Im Einzelnen soll eine 70 mal 50 Meter große Reithalle entstehen, außerdem ein weiteres Apartmenthaus mit sechs Zimmern (mit je fünf Betten) und ein Gästehaus mit zwei Komfortwohnungen. Ein weiterer Pferdestall wird – im Gegensatz zur Ursprungsplanung – nicht benötigt. „Dies ist die einzige Möglichkeit, dass wir uns wirtschaftlich weiterentwickeln können“, erklärte Maike Thomsen. Sie rechnet mit dem Baubeginn gegen Ende nächsten Jahres.

In seinem Verwaltungsbericht verlangte Bürgermeister Uwe Linde Protokolleinsicht beim Wasser- und Schifffahrtsamt, um herauszufinden, aus welchem Grund die Behörde unerwartet die alte Fischerbrücke in Wackerballig gesperrt hat. An der seien doch erst kürzlich mehrere Bohlen ersetzt worden, hieß es.

Was die Feuerwehren in Gelting, Lehbek und Stenderup betrifft, so muss nach einer neuen Vorschrift deren Sondervermögen für die Kameradschaftspflege unter die Haushaltsaufsicht der Kommune gestellt werden. Das heißt jedoch nur: Einmal jährlich wird der Kontostand der Kameradschaftskassen „kommunal registriert“.

Das Wärmekonzept für das künftige Neubaugebiet „Geltinger Bucht“ beinhaltet Kostenbeiträge von 13  000 Euro je Baugrundstück für den Anschluss an das Stromnetz. Die Gemeindevertreter entschieden, dass dieses Geld in die Gesamtgebühren für die Erschließung der Bauplätze eingerechnet wird. Linde: „Der Investor kann dann besser planen.“

Verabschiedet wurde ein Nachtragshaushalt, in dem laut Kämmerei aktuell ein Defizit von 72  600 Euro zu verzeichnen ist. Die vorgesehenen Vorhaben können dennoch ohne Kreditaufnahme finanziert werden, denn die Gemeinde verfügt aktuell über eine Rücklage von 950  000 Euro.

Zur Kasse gebeten werden die rund
25 Anlieger im Fasanenweg, denn dort steht die Sanierung des Abwasserkanals bevor. Dafür müssen 54  000 Euro aufgewendet werden. Die Kommune finanziert die Kosten vor und holt sich das Geld von den Grundstückseigentümern in langfristigen Raten zurück.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen