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Flensburger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 10:01 Uhr

Großübung in Solitüde

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schiffsunglück simuliert – 60 Einsatzkräfte proben den Ernstfall

Es war einiges los am Sonnabend in Solitüde. Schon früh am Morgen trafen sich die Kameraden des DRK, der Malteser, des ASB, des Rettungsdienstes Promedica, des THW und der DLRG auf einem nahe gelegenen Parkplatz. Nahezu zeitgleich mit dem Einlaufen des neuen ZDF-Traumschiffes, der „Amadea“ wurden die Folgen eines Schiffsunglückes auf der Flensburger Förde trainiert.

Angenommen wurde ein Massenanfall an Verletzten. Nach dem „Schiffsunglück“ wurden am Strand von Solitüde binnen kurzer Zeit rund 50 Verletzte erwartet.

Die Verletztendarsteller, überwiegend Kinder und Jugendliche, wurden im Vorfeld aufwändig geschminkt, um die Übung näher an einen Ernstfall zu bewegen. Mit einem Einsatzboot der DLRG wurden die Verletzten in kleinen Gruppen vom Unglücksort an den Badesteg in Solitüde gebracht und sollten dort von den Einsatzkräften der Rettungsdienste im Empfang genommen und weiter versorgt werden.

Drei Mal wurde am Sonnabend ein großes Szenario durchgespielt. Die ersten beiden Male handelte es sich um das angenommene Schiffsunglück – beim dritten Mal änderte sich das Lagebild. Ein Blitzschlag am Strand forderte dutzende Verletzte. An einem großflächigen Strandabschnitt lagen leicht und schwer Verletzte Personen, die den Einsatzkräften bei 23 Grad Lufttemperatur und strahlendem Sonnenschein alles abverlangten. Die teils lautstark auf sich aufmerksam machenden Verletzten galt es mit Tragen vom Strandabschnitt zum Behandlungsplatz zu bringen.

Für die DLRG spielte sich ein Teil des Szenarios auf dem Wasser ab. Sechs Personen wurden von dem Blitzschlag im Wasser getroffen und trieben verletzt und orientierungslos in Ufernähe. Nach fast zehn Stunden Übung traf man sich zur Abschlussbesprechung und dem gemeinsamen Grillen. Die Übungsleitung zeigte sich zufrieden und betonte, wie wichtig Übungen wie diese sind, um im Ernstfall auch auf so große Einsatzlagen vorbereitet zu sein.



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erstellt am 30.Mai.2016 | 08:23 Uhr

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