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Flensburger Tageblatt

24. August 2016 | 23:26 Uhr

Kurz vor dem Aus : Glücksburger Konzerte gerettet

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ralf Suhr übernimmt den Vorsitz des Fördervereins. Pianistin Natalie Ehwald tritt am 20. März in der Auferstehungskirche auf.

Glücksburg | Eigentlich war Schluss. Die erfolgreiche Musikreihe „Glücksburger Konzerte“ stand vor dem Aus. Nach dem plötzlichen Tod des ersten Vorsitzenden Wolfgang Nier gab es niemanden, der die Vakanz an der Spitze des Fördervereins ausfüllen konnte oder wollte. Doch ohne erste(n) Vorsitzende(n) können keine Verträge mit Künstlern abgeschlossen werden. „Laut Satzung muss der Verein einen ersten und zweiten Vorsitzenden haben“, erläuterte Ralf Suhr.

Auch er hatte eigentlich keine Ambitionen; schließlich hat Suhr schon als erster Vorsitzender der Wählerinitiative Wir in Flensburg (WiF) ein nicht ganz unbedeutendes Ehrenamt. Doch seine Frau redete ihm ins Gewissen: „Ralf, da musst du was tun!“, habe sie ihn gemahnt. Und so ließ Suhr sich in die Pflicht nehmen und wurde am 1. März auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden erwähnt. Die eigentliche gute Nachricht ist aber: Die Glücksburger Konzerte gehen weiter – und zwar schon in wenigen Tagen, am 20. März, in der Auferstehungskirche. Dann spielt Natalia Ehwald (Klavier) unter dem Motto „Aufbruch in die Romantik“ Werke von Beethoven, Brahms, Schumann, Chopin und Szymanowski. Beginn ist um 17 Uhr.

Viel spricht dafür, dass Beethoven als letzter Vertreter der Wiener Klassik der entscheidende Wegbereiter für die Romantik war. Für die nachfolgenden Generationen von Komponisten war er ein überaus wichtiger Bezugspunkt – sowohl für Robert Schumann als auch für Johannes Brahms. Die beiden polnischen Komponisten Frédéric Chopin und Karol Szymanowski waren sicherlich weniger von Beethovens Musik beeinflusst und schufen beide Klavierwerke mit einer ebenfalls ganz charakteristischen Tonsprache.

Natalia Ehwald wurde 1983 in Jena geboren. Kritiker und Juroren heben das beseelte, poetische Spiel, den besonders schönen Ton und die große musikalische Energie und Intensität in ihrem Spiel hervor. Schon mit 16 wurde sie Studentin an der Sibelius-Akademie Helsinki in der Klasse von Erik T. Tawaststjerna. 2002 begann sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Evgeni Koroliov. Sie gewann Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, u.a. 1999 beim Czerny-Wettbewerb in Prag.

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erstellt am 11.Mär.2016 | 12:00 Uhr

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