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Flensburger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 02:14 Uhr

Projekt : Geld aus Berlin für Fahrrad-Campus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburg im Endspurt um Klimaschutz-Millionen dabei / Bündel von Maßnahmen für bessere Radinfrastruktur

Die Viktoriastraße als Fahrradstraße ebenso das Ende der Waitzstraße, viele Überdachungen für Fahrrad-Parkplätze, eine neue Ampel mit Taster, der während der Fahrt bedient wird, und frischer Asphalt für ein paar Kilometer sandiger Pfade: Das sind ein paar Beispiele für ein fettes Maßnahmenpaket von 1,3 Millionen Euro, das die Stadt mit Hilfe aus Berlin umsetzen möchte. Ziel ist es, das Hochschulzentrum trotz seiner „Höhenlage“ auf dem Sandberg zu einem richtigen Fahrrad-Campus zu machen und die Stadt einen entscheidenden Schritt zur Klimaneutralität voranzubringen.

Mit Datum vom 27. Juli kam positive Post aus der Hauptstadt: Flensburg wurde aufgefordert, der ausführlichen Projektskizze von April 2016 einen förmlichen Antrag folgen zu lassen. Ob das nun auch heißt, dass man für das ambitionierte Projekt tatsächlich Fördergelder in erwarteter Höhe bekommt, bleibt abzuwarten. Berlin drückt aufs Tempo: Der Antrag muss bis Ende des Monats fertig sein.

Der Wettbewerb des Umweltministeriums heißt „Klimaschutz im Radverkehr“ und ist für „modellhafte investive Projekte zum Klimaschutz durch Stärkung des Radverkehrs“ gedacht. Mit seinen rund 10  000 auf dem Campus aktiven Personen und der kurzen Entfernung zwischen Innenstadt und Campus gibt es gute Voraussetzungen für Flensburg, erfolgreich teilzunehmen. Konkret geht es um eine bessere Radanbindung von Uni und Hochschule an die „Mobilitätszentren“ Bahnhof und Zob sowie bessere Fahrradbedingungen auf dem Campus selbst. Insgesamt werden 27 Maßnahmen vorgeschlagen.

Besonderen Charme erhält die Initiative durch die Einbindung der beiden Hochschulen: Sie sind mit jeweils sieben Maßnahmen und eigenem finanziellen Engagement dabei, darunter Duschmöglichkeiten für radelnde Bedienstete, Ladestationen für Pedelecs und die Anschaffung derselben für Dienstfahrten.

Die Stadt steht für 13 Projekte, darunter die Neupflasterung der Viktoriastraße mit Natursteinen, die aber gut zu befahren sind. Heute ist diese kurze Straße kaum ohne Schaden an Mensch und Maschine zu befahren. Da sie für Autos kaum Bedeutung hat, soll sie als Fahrradstraße umgewidmet werden (Anlieger frei). Einen ebenfalls größeren Posten macht eine neue Ampel an der Ecke Munketoft / Kanzleistraße aus. Kleiner Clou: Radfahrer, die auf einem neuen Schutzstreifen bergauf radeln, können ohne anzuhalten per Tastdruck Grün für das Linksabbiegen anfordern.

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erstellt am 05.Sep.2016 | 07:08 Uhr

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