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Flensburger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 13:29 Uhr

Fördebus und Autokraft übernehmen Afag-Linien

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hansen-Borg kündigt Gespräche über die Übernahme des Personals an

Fördebus und Autokraft sind die neuen Anbieter im Flensburger Busverkehr. Die AFAG wird nach dem Verlust der Ausschreibung nicht mehr beteiligt sein. Für den Flensburger Fahrgast wird sich nichts ändern. Ralf Hansen-Borg als Geschäftsführer der Fördebus kündigte an, das Gespräche wegen des AFAG-Personals geführt würden.

Im Mai 2013 hatte die Stadt die Rechte für den Betrieb der Buslinien in Flensburg komplett an Aktiv-Bus vergeben: Rund 2,5 Millionen Kilometer fahren die Flensburger Busunternehmen jedes Jahr auf diesen Linien. 1,5 Millionen davon erbringt die Stadtwerke-Tochter Aktiv-Bus in eigener Produktion: mit eigenem Personal und Fahrzeugen. Die restliche Million Kilometer hatte Aktiv-Bus an das Traditionsunternehmen AFAG als Subunternehmer mit den Linien 10, 11, 12, 14 und 15 vergeben. Diese Regelung läuft Ende nächsten Jahres aus. Für die Zeit danach musste die Leistung jetzt ausgeschrieben werden – europaweit. Sieger in der Ausschreibung sind die Firmen Fördebus (Hansen-Borg/Gorzelniaski) und Autokraft (Tochter der Deutschen Bahn AG), die AFAG konnte sich nicht durchsetzen.

Gestern gab der Chef von Aktiv-Bus, Paul Hemkentokrax, das Ergebnis der Ausschreibung bekannt: „Ich freue mich, dass der Auftrag für Unternehmen in der Region gehalten werden kann.“ für den Fahrgast werde sich dadurch nichts ändern, außer der Eigentumsbezeichnung auf den Bussen. Zu den Vorgaben der Ausschreibung gehört der Einsatz moderner Hybrid-Gelenkbusse als Beitrag für den Klimaschutz.

Eine weitere Vorgabe war die Einhaltung der tariflichen Bezahlung. Was wird aus dem Personal der AFAG mit rund 50 Fahrern? Hemkentokrax kündigte an, dass Fördebus und Autokraft den Mitarbeitern ein Beschäftigungsangebot machen würden. Das Personal werde ja benötigt, um die Busse im geplanten Umfang auf den Linien fahren zu können. „Um die Arbeitsplätze für Busfahrer in Flensburg mache ich mir keine Sorgen.“ Und auch Ralf Hansen-Borg kündigte an, dass Fördebus Personalübernahme-Verhandlungen mit der AFAG bzw. mit der Mutterfirma Förde-Reederei-Seetouristik aufnehmen werde.

Sieht Paul Hemkentokrax jetzt Möglichkeiten, den Busverkehr in der Stadt durch Verfeinerung von Fahrplänen und geänderte Routenführung zu optimieren? Das steht für ihn nicht an der Spitze der Aufgabenliste. Jetzt gehe es zunächst darum, Busanschluss für Neubaugebiete – insbesondere mit Mehrfamilienhäusern – zu entwickeln. „Eine wachsende Stadt wie Flensburg braucht auch mehr Busverkehr.“ 

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erstellt am 05.Aug.2016 | 19:36 Uhr

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