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Flensburger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 17:25 Uhr

Höhere Parkgebühren und neues Leitsystem : Flensburg will weniger Autos in der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es soll höhere Parkgebühren und ein neues Leitsystem geben. An der Schiffbrücke könnte das Parken abgeschafft werden.

Flensburg | Flensburg setzt ihren Kurs zur Reduzierung des Autoverkehrs in der Stadt fort. Um zu erreichen, dass mehr Menschen statt mit dem Auto lieber mit dem Bus, zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Innenstadt kommen, sollen die Benutzung des Autos und das Parken weniger attraktiv werden. So steht es zumindest in den jüngsten Vorschlägen zur Umsetzung der drei Jahre alten Leitlinien zum Parken in der Innenstadt.

Es ist ein ewiges Reizthema. Autofahrer beklagen fehlende Parkplätze und hohe Parkgebühren. Die Stadt fühlt sich dem Klimapakt verpflichtet und möchte den Modal Split – also die Verteilung der unterschiedlichen Verkehrsarten – zu Gunsten des Radverkehrs und des ÖPNV ändern – natürlich zu Lasten des Autoverkehrs. Da bleiben Konflikte nicht aus.

Am Dienstag werden im Umwelt- und Planungsausschuss eine Reihe von Zielen vorgestellt. Eines lautet: das Verkehrsaufkommen von Pkw in der Innenstadt moderat halten. Gemeint ist damit jedoch eine „Reduzierung des Verkehrsaufkommens“. Etwas verklausuliert, aber dennoch unmissverständlich, soll mittel- und langfristig das Auto zurück gedrängt werden: Der „motorisierte Individualverkehr“ soll sich „nicht prioritär im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern verhalten.“ Mit anderen Worten: Das Auto soll dann nicht mehr das wichtigste Verkehrsmittel sein.

Dieses Ziel soll offenbar nicht zuletzt mit der Verteuerung des Parkens in der Innenstadt erreicht werden. So sei das Parken an der Schiffbrücke mit 50 Cent pro 30 Minuten derzeit „sehr günstig“; zudem werde die Gebühr nur zwischen 9 und 16 Uhr erhoben.

Insgesamt werden die Parkgebühren in der Innenstadt als „sehr nutzerfreundlich“ eingestuft. Künftig soll das Fahren in die Innenstadt mit dem Auto nicht mehr eine „günstige Alternative zum ÖPNV oder anderen alternativen Verkehrsträgern“ sein – mithin teurer werden.

Auch die Abschaffung des Parkens an der Schiffbrücke wird thematisiert – mit einer Neuerung. So sei ein nächtliches Anwohnerparken angedacht – tagsüber könnten die Flächen dann anderweitig genutzt werden. Auch wird erneut darauf hingewiesen, dass die Zahl der in der Innenstadt zur Verfügung stehenden Parkplätze mit der Eröffnung des Karstadt-Parkhauses um 180 gestiegen sei. Im Rahmen des Masterplans Mobilität werde ein neues Konzept zur Lenkung des Parkplatz-Suchverkehrs auf den Weg gebracht.

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erstellt am 12.Nov.2016 | 08:21 Uhr

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