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Flensburger Tageblatt

30. Juli 2016 | 09:17 Uhr

Nach Räumung der Luftschlossfabrik : Flensburg: Stadt hat neues Grundstück für Besetzer vom Harniskai im Blick

vom
Aus der Onlineredaktion

Einige Besetzer vom Harniskai sind mit ihrem Wagen an die Europawiese umgezogen. Dort dürfen sie vorübergehend bleiben. Jetzt könnte aber schon eine Fläche für die neue Luftschlossfabrik gefunden worden sein.

Flensburg | Nach dem Abbruch des Kulturzentrums Luftschlossfabrik an der Harniskaispitze hat die Stadt Flensburg ein neues Grundstück für die ehemaligen Besetzer in den Blick genommen. Auf einer zurzeit brachliegenden Fläche an der Husumer Straße könnte demnach ein geeigneter Platz zur Ansiedlung sein. Nun muss geprüft werden, ob die Gegebenheiten es zulassen, dass dort Menschen leben könnten.

Seit der Zwangsräumung des Kulturzentrums Luftschlossfabrik an der Harniskaispitze suchen die ehemaligen Besetzer nach einer neuen Fläche, wo sie sich mit ihren Wagen niederlassen können. Die Stadt hat versprochen, ihnen dabei behilflich zu sein. 

„Unsere Zusage steht. Wir suchen konstruktiv nach einer neuen Fläche“, sagt Stadtsprecher Clemens Teschendorf. In der vergangenen Woche hatten sich Vertreter des Unterstützerkollektivs der Luftschlossfabrik mit Vertretern der Stadt, darunter auch Oberbürgermeister Simon Faber, getroffen. Bei der Zusammenkunft wurde ausgelotet, wo ein neuer Standort für die Bauwagen liegen könnte. Der Blick fiel auf die ungenutzte Fläche zwischen Bahnschienen und Westtangente an der Husumer Straße, ein Teil davon könnte zur Verfügung gestellt werden.

Die Karte zeigt, wo sich die Fläche genau befindet:

Vermutlich handle es sich um ein ehemaliges Gewerbegrundstück, sagt Clemens Teschendorf. Nun müsse beispielsweise geschaut werden, ob es eine Möglichkeit zur Erschließung gäbe, auch ob eine Wasser- und Stromversorgung hergestellt werden könne und wie der Bewuchs sei. Damit wolle sich die Stadt beeilen. „Wir werden in Kürze mehr sagen können“, sagt Teschendorf.

Zurzeit stehen einige Wohn- und Bauwagen, die vor der Zwangsräumung an der Harniskaispitze ihren Platz hatten, an der nahegelegen Europawiese. Dort dürfen sie jetzt vorübergehend bleiben, bis eine neue Fläche gefunden ist. Solange räumt ihnen die Stadt eine Nutzung ein, allerdings gibt es dort weder fließend Wasser noch eine Stromquelle, für die Abfallbeseitigung sind die Bauwagen-Leute selbstverantwortlich. Die Stadt hatte den Eigentümern der Wagen auch angeboten, dass sie ihre Gefährte während des Winters auf dem Bauwagenplatz Octopus Garden an der Boreasmühle unterstellen könnten, eine Bleibe zum Schlafen und Wohnen sollten sie sich jedoch anderswo suchen. Hierfür waren mehrere Wohnungen in Aussicht gestellt worden. Davon seien mittlerweile zwei vermittelt worden, sagt Teschendorf.

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erstellt am 09.Feb.2016 | 16:01 Uhr

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