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Flensburger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 22:52 Uhr

Wachstum : Flensburg – Magnet an der Förde

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Stadt an der Förde wächst. Jedes Jahr kommen 1000 Einwohner dazu. Das lockt auch die Investoren in die Stadt.

Flensburg | Die Stadt wächst um rund 1000 Einwohner jährlich. „Flensburg wirkt wie ein Magnet auf Menschen von nah und fern“, sagte Oberbürgermeister Simon Faber gestern beim Richtfest des ersten Bauabschnitts der Alten Gärtnerei in Mürwik. Das haben mittlerweile auch überregionale Medien entdeckt: Auf einer Doppelseite berichtet das Handelsblatt in seiner gestrigen Ausgabe über die Entwicklungen an der Förde und listet Flensburg unter den fünf besten Aufsteigern des Jahres (siehe Bericht nächste Seite).

In diesem Jahr entstehen in Flensburg voraussichtlich rund 600 neue Wohnungen. „In Projektion“ seien in den kommenden zwei Jahren rund 1000 Wohnungen, sagte der städtische Chefplaner Peter Schroeders gestern. Dabei sind die Wohnungen des Großprojekts Bahnhofsumfeld noch nicht mitgezählt.

Ein Schwerpunkt des Wachstums liegt im ohnehin schon einwohnerreichsten Stadtteil Mürwik. Allein die Alte Gärtnerei bringt 195 neue Wohnungen zwischen 45 und 200 Quadratmetern; die erstmals als Investoren in Flensburg aktiven Bauunternehmer Kai Boysen und Werner Eissing investieren mit ihrer Woba Böklund insgesamt 50 Millionen Euro zwischen Fördestraße, Rabenslücke, Osterkoppel und Kiefernweg. Die ersten Bewohner sollen noch in diesem Jahr einziehen.

Die Alte Gärtnerei ist auch ein Beispiel für den Flensburger Weg des Wachstums: Nachverdichtung statt Neubaugebieten auf der grünen Wiese. Das geht nicht immer ohne Reibungen; darauf wies auch der Oberbürgermeister in seiner Rede hin. In Mürwik haben sich Bewohner von Bungalows an der Rabenslücke massiv gegen die Bebauung zur Wehr gesetzt und sogar den Rechtsweg beschritten. Im Eilverfahren wurde die Klage zurückgewiesen, die Entscheidung in der Hauptsache steht aber immer noch aus. „Wir haben die Gebäudehöhe an der Ostseite reduziert und den Abstand verdoppelt“, so Chefplaner Schroeders. Ohne Widerstände wächst etwas weiter stadteinwärts an der Fördestraße ein Projekt mit 68 Wohneinheiten in vier Gebäuden in die Höhe. Schräg gegenüber der Alten Gärtnerei wird bald der Bau einiger Wohnungen auf dem früheren „Hansi-Garten“-Areal beginnen.

Und wer zieht in die Alte Gärtnerei? Bernd Storjohann ist sicher ein gutes Beispiel für die künftige Bewohnerschaft: Pensionär, von Hamburg über Fahrdorf nach Flensburg gezogen, zuletzt Mieter in Sonwik, jetzt möchte er mit seiner Frau auf etwas kleinerer Fläche wohnen, dafür aber in den eigenen vier Wänden. Die Einkaufsmöglichkeiten in fußläufiger Nähe nennt er als wichtiges Argument. Von den Wohnungen im ersten Bauabschnitt seien bereits 85 Prozent verkauft, sagte Sören Koch, Verkaufsleiter des Bauprojekts.

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erstellt am 28.Mai.2016 | 08:32 Uhr

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