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Flensburger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 23:32 Uhr

Marineschule Flensburg-Mürwik : Fallschirmspringer mit eingebautem Fernweh

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit den Erfahrungen aus seiner vorherigen Dienstzeit bildet Maximilian Schneider die Offizieranwärter aus

Seit 1910 werden an der traditionsreichen Marineschule Mürwik junge Menschen zu Offizieren ausgebildet. Zum 1. Juli jeden Jahres treten die Frauen und Männer dort ihren Dienst an. Oft wissen sie wenig von der Bundeswehr. Aber wer bildet die Offizieranwärter aus? Es sind zum Teil jene Soldaten im Dienstgrad Seekadett, die noch ein Jahr zuvor selbst frisch angekommene Matrosen waren. Für sie heißt es dann, das bisher Gelernte in die Tat umzusetzen. Das Flensburger Tageblatt stellt im Vorwege der Vereidigung sechs Seekadetten in einer kleinen Reihe vor.Heute: Maximilian Schneider.

Im Oktober 2013 startete die Karriere von Seekadett Schneider bei der Bundeswehr. Dem Alsfelder (Hessen) war die Truppe vorher nicht fremd. Sein Vater hatte für zwölf Jahre beim Heer gedient. So entschied er sich, erst einmal als Freiwillig Wehrdienstleistender zu beginnen. Eingesetzt als Hilfsausbilder in einer Grundausbildungskompanie konnte er dort viel über die Führung und Verantwortung von Soldaten lernen. Eine für ihn sehr prägende Zeit. Dennoch war das Verlangen, mehr von der Welt zu sehen, sehr stark. Deshalb entschied sich Maximilian Schneider – trotz seiner Zuneigung fürs Fallschirmspringen und Klettern – für die Marine.

2015 kam er mit hohen Erwartungen an die Marineschule, die bislang auch erfüllt wurden. „ Die erste Seefahrt auf der Gorch Fock war ein großes Abenteuer. Man spürte die Verbundenheit zueinander, da die Ausbildung auf dem Segelschiff eine Tradition aller Marineoffiziere ist, an der wir teilhaben durften.“

Mit den Erfahrungen aus seiner vorherigen Dienstzeit und seinen Erlebnissen während der Marineoffiziersausbildung bildet er nun selbst angehende Offiziere aus. Dabei nimmt er sich die Ausbildung, die er selbst erlebte, zum Vorbild . An oberster Stelle stehe für ihn die Disziplin, da diese gerade am Anfang zu einem erfolgreichen Werdegang beiträgt. Unter dem Leitsatz „Der Ausbilder arbeitet für den Auszubildenden“ führt er seine Gruppe, möchte die vielen Erfahrungen aus seiner bisherigen Zeit sowie das Erlernte des letzten Jahres mit ihnen teilen. Er achtet sehr auf seine Mitmenschen und ist nur selten aus der Ruhe zu bringen,wovon seine Schützlinge immer wieder profitieren.

Maximilian Schneider ist stolz darauf, Soldat bei der Bundeswehr zu sein und auf das, was sie tut. „Ich glaube, dass „wir“ als reiche Nation die Verantwortung haben, denen zu helfen, die Hilfe benötigen. Ich bin stolz, ein Teil davon zu sein, und meine Kraft mit einbringen zu können.“

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