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Flensburger Tageblatt

25. März 2017 | 12:38 Uhr

Ratsversammlung Flensburg : „Es weht ein neuer Wind“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kaum Kritik an neuer Verwaltungsstruktur - und die Glücksburger Bürgermeisterin Franke ist zu Gast im Rat.

Es war nicht die neue Dezernentin, die neben OB Lange auf der Verwaltungsbank Platz genommen hatte. Seltener Besuch am Donnerstag in der Ratsversammlung: Simone Lange hatte ihre Amtskollegin aus Glücksburg, Kristina Franke, eingeladen.

Lange stellte dem Rat ihre neue Verwaltungsstruktur vor. Darin spielt Glücksburg eine besondere Rolle. Die Verwaltungsgemeinschaft mit der kleinen Nachbarstadt, die in jüngster Zeit auf Seiten des Juniorpartners nicht immer wohl gelitten war, hat Lange zur Chefsache gemacht. Sie ist ebenso wie die Pressestelle und die Rechtsabteilung des Rathauses direkt der Oberbürgermeisterin zugeordnet.

Simone Lange begründete die überraschend schnell auf den Weg gebrachte neue Struktur mit der Fülle großer Aufgaben, vor der die Stadt steht. Drei neue Grundschulen, weitere Kita-Plätze, ein neuer Standort für die Wirtschaftsschule, Ausbau der Schulkindbetreuung ab 2018/2019, Digitalisierungsoffensive für Schulen. Nachdem das Sportentwicklungskonzept beschlossen sei, kommen jetzt die investiven Herausforderungen. Die Museumsentwicklung stehe an, Lange erwähnte die Ausstellung für jüngere Flensburger Geschichte.

Ein großer Brocken sei die Entwicklung des Hafen-Ostufers, wo man ein für alle Flensburger befriedigendes Konzept brauche. Und all diese Aufgaben seien im Rahmen neuer Haushaltskonsolidierungen zu schaffen. „Dafür“, so die OB, „brauchen wir eine zukunftsweisende Organisationsstruktur.“

Was sie nicht brauchte, war eine Mehrheit der Ratsversammlung. Als OB kann sie die Verwaltung ohne Zustimmung des Rates umbauen. In der kurzen Diskussion gab es überwiegend Zustimmung, Kritik kam vor allem vom SSW. „Das ist keine gelungene Premiere“, kritisierte Fraktionsvorsitzende Susanne Schäfer-Quäck, die der OB unter anderem vorwarf, die Fraktionen zu spät informiert zu haben. Wenn Bürgermeister Brüggemann als Kämmerer gleichzeitig für die Kommunalen Immobilien verantwortlich sei, komme er mit sich selbst in Konflikt.

Auch die FDP begrüßte das neue Modell, regte aber an, dass die noch zu besetzende Dezernentenstelle ausgeschrieben wird. „Es weht ein neuer Wind, das haben wir gewollt, das haben die Bürger gewählt“, konstatierte Ellen Kittel-Wegner (Grüne).

Der neue Verwaltungsvorstand besteht aus der Oberbürgermeisterin, Bürgermeister Brüggemann und zwei weiteren Dezernenten. Eine davon ist Maria-Theresia Schlütter, die zweite Stelle muss noch besetzt werden.

 

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erstellt am 04.Mär.2017 | 13:03 Uhr

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