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Flensburger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 05:32 Uhr

Flensburger Musikfreunde : Elbphilharmonie und Piano-Star

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Riesenandrang für erste Exkursion der Musikfreunde in den neuen Hamburger Konzertsaal / Meisterkonzerte enorm nachgefragt

Anfangs plante man mit 30 Karten, vielleicht 40. „Am Ende mussten wir vier Busse chartern“, berichtet Brita Schmitz-Hübsch, Vorsitzende der Flensburger Musikfreunde. Alle wollen dabei sein, wenn es am 5. April in die Elbphilharmonie nach Hamburg geht, wo Gidon Kremer und die junge georgische Pianistin Khatia Bhuniatishvili spielen.

Doch hervorragende klassische Musik gibt es vorher auch in Flensburg zu hören. Zum Auftakt der 52. Spielzeit der Musikfreunde war der hoch talentierte Geiger Albrecht Menzel mit allen drei Violinsonaten von Brahms zu hören. Über 100 Zuhörer kamen ins Flensborghus und waren sehr angetan vom Spiel des Nachwuchsgeigers, dem eine große Zukunft zugetraut wird. Der Reigen der Meisterkonzerte beginnt am 13. November im Stadttheater mit dem Trio con Brio Copenhagen. Der dänische Pianist Jens Elvekjær musiziert zusammen mit den koreanischen Schwestern Soo-Jin Hong (Violine) und Soo-Kyung Hong (Cello). Zusammen spielen sie Klaviertrios von Nils W. Gade, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Ludwig van Beethoven.

Keine Saison ohne Streichquartett, hat sich der Verein vorgenommen. Am 22. Januar kommt das Modigliani Quartett, das vor sechs Jahren schon einmal hier gastierte. Die vier Franzosen, die 13 Jahre nach Gründung des Quartetts in den wichtigsten Konzertsälen der Welt gebucht werden, haben sich Werke von Schubert, Beethoven und Brahms vorgenommen.

Ebenfalls nicht zum ersten Mal bestreitet die Klarinettistin Sabine Meyer eine Matinee der Musikfreunde. Neben dem Kegelstatt-Trio von Mozart spielt sie Werke von Bruch und Schumann, zusammen mit Nils Mönkemeyer (Viola) und William Youn (Klavier).

Zum Finale der Meisterkonzerte begrüßen die Musikfreunde am 12. März die frisch gekürte Echo-Preisträgerin Anna Vinnitskaya, eine junge Pianistin aus Russland, die mehrere Preise gewonnen hat, mit zahlreichen Orchestern aus mehreren Ländern spielt und seit 2009 eine Professur für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg hat. Sie spielt unter anderem die Kinderszenen von Schumann sowie Werke von Tschaikowsky, Prokofjew und Chopin. Die Meisterkonzerte erfreuen sich auch in ihrer 52. Saison uneingeschränkter Popularität. Von den 460 Plätzen im Stadttheater sind allein 440 durch Abonnements belegt. In dieser Saison wurden 18 Abos frei, dafür gibt es, so Schmitz-Hübsch, 70 Interessenten. Von den 20 freien Karten pro Matinee müssen gegebenenfalls noch pro auftretendem Musiker zwei Freikarten abgezogen werden. Dafür können aber Abonnentenkarten, die – oft auch kurzfristig – frei werden, spontan an der Tageskasse erworben werden.

Die kleine Reihe Classic after Work geht am 30. Januar im Flensborghus weiter. Unter dem Titel „Cellissimo“ spielen Studierende der Cello-Klasse von Ulf Tischbirek an der Musikhochschule Lübeck am frühen Abend zu Wein und Knabberkram.

Zahlreiche Informationen, darunter ein umfangreicher Kalender für klassische Musik in der Region, bietet das 62-seitige Programmheft, für das Martin Grosser verantwortlich zeichnet.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 18:58 Uhr

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