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Flensburger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 22:54 Uhr

TSB Flensburg : Eine Anerkennung für das Lebenswerk von Sönke Voß

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Neue Turnhalle am Schützenhof eingeweiht und nach dem Urgestein des TSB benannt

Alle wussten Bescheid. Nur einer nicht – und das war der Protagonist des Tages.

Nachdem alle Reden gehalten, der Schlüssel übergeben und das Rahmenprogramm zur Einweihung der neuen TSB-Turnhalle absolviert worden war, wurde der Schleier gelüftet. Der Neubau am Schützenhof wird den Namen Sönke-Voß-Halle tragen. Diese große Anerkennung wird einem Mann zuteil, der seit 64 Jahren Mitglied im Verein ist und dessen außerordentliches Engagement vorbildlich ist. „Ich bin sprachlos“, sprach der 76-Jährige nach einer Schrecksekunde. „So viel Ehre! Und das alles noch zu meinen Lebzeiten.“

TSB-Chef Frerich Eilts sagte, man habe den Beschluss im kleinen Vorstandskreis gefasst und streng geheim gehalten. Die neue Halle würdigte er als ein Prunkstück, in dem nun das Gemeinschaftsgefühl wachsen und sportliche Aktivitäten gebündelt werden könnten. „Einer der Lebensmittelpunkte in der Stadt.“ Man hoffe, damit neue Impulse für die Mitgliedergewinnung setzen zu können.

Eilts betonte, man habe die Planungskosten von 1,75 Millionen Euro einhalten können – auch ein Verdienst von Sönke Voß, der ehrenamtlich die Bauleitung übernommen hatte. Ein Dank ging an die Stadt Flensburg für deren Zuschuss zur Finanzierung(750  000 Euro) und zu den Betriebskosten (60  000 Euro jährlich) sowie an den Landessportverband (60  000 Euro). Der Vereinsvorsitzende vergaß jedoch nicht den Eigenanteil zu erwähnen, verbunden mit einer Verschuldung – bei der Nospa. „Der TSB trägt das wirtschaftliche Risiko.“

Lob für das Projekt gab es von allen Seiten. Zu Recht. Die Halle misst 560 Quadratmeter, sie ist 5,50 Meter hoch und beherbergt sechs Umkleideräume – zum großen Teil direkt von den Sportplätzen zugänglich – Duschräume für Schiedsrichter und Übungsleiter, einen Besprechungsraum, vier Geräteräume und ein ansprechendes Foyer. Die Ausstattung mit Sportgeräten ist noch ausbaufähig. Doch Cheerleader, Kunstturnerinnen und Rhönradturner gaben schon mal eine Probe ihres Könnens. Ein Magnet ist die Schnitzelgrube. Selbst Bürgermeister Brüggemann ließ sich zu einem Sprung in die Schaumstoffwürfel hinreißen. Der Zwei-Meter-Mann versank vollständig darin. Ob er wieder aufgetaucht ist, ist nicht überliefert.

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erstellt am 30.Okt.2016 | 07:27 Uhr

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