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Flensburger Tageblatt

02. Dezember 2016 | 21:15 Uhr

Beteiligungskonzept : Ein Plan für das Wachstum der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Alle Bürger sind eingeladen, sich im September Gedanken über die Zukunft Flensburgs zu machen

Wie bindet Flensburg junge Menschen an sich? Wo kann die Stadt noch wachsen? Welche Stadtteile können noch neue Wohngebiete aufnehmen? Wie und wann bauen wir die Fahrrad-Infrastruktur aus? Was wird aus dem Hafen, aus der Innenstadt, aus dem Bahnhofsviertel? Wie müssen Spielplätze in Zukunft gestaltet werden? Das sind nur einige der Fragen, mit denen die Stadt demnächst an ihre Bürger herantritt. Es geht um nicht und nicht weniger als den Fahrplan in die Zukunft, um Perspektiven für Flensburg, um den Masterplan für die Stadt, an dem die Bürger entscheidend mitwirken sollen.

Der September wird der Monat der Bürger: An gleich vier Terminen ist er zur Mitwirkung aufgerufen. Dreimal kommt das BET(eiligungs)-Mobil zu ihm, einmal sollen die Menschen zur Stadt kommen – zur großen Stadtwerkstatt am Mittwoch, 14. September, in der Bürgerhalle. Hier gibt es ein Novum, selbst für die Hamburger Beratungsfirma Konsalt, die den Masterplan-Prozess für die Stadt steuert und lenkt. Erstmals habe man 1000 Bürger repräsentativ ausgewählt und direkt per Post eingeladen. Aus der ersten Tranche von 500 habe man immerhin einen Rücklauf von 100 erhalten, sagt Konsalt-Chefin Margit Bonacker. Der Rücklauf der zweiten Tranche ist noch nicht gezählt.

Peter Schroeders, Leiter der Stadtplanung, nennt einige der Rahmenbedingungen, unter denen sich die Stadt entwickeln wird. Ausgemachte Sache ist das Wachstum: Bis 2030 wohnen rund 6000 Menschen mehr in Flensburg als heute. Das ist die Prognose. Anders als die meisten Städte in Deutschland hat Flensburg einen Einzugsbereich, der eine nationale Grenze überschreitet. 450  000 Personen leben hier. Unter den mehr als 10  000 Studierenden in der Stadt – aber nicht nur in dieser Gruppe – gebe es immer mehr, die auf ein Auto verzichten, so Schroeders. Für sie müsse man die Fahrrad-Infrastruktur verbessern – aber wie? Die gefürchteten Flensburger Steigungen sind für immer mehr Pedelec- und E-Bike-Fahrer heute kein Problem mehr.

Doch Schroeders weiß auch, dass es in Flensburg ein großes Bewusstsein für gewachsene Strukturen und für das historische Stadtbild gibt. Das müsse in dem Prozess berücksichtigt werden – Stichwort Tradition. Gleichzeitig gelte es, Veränderungen herbeizuführen, die Stadt fit für die Zukunft zu machen – Stichwort Transformation. Und drittens müssen Jahr für Jahr Neubürger aufgenommen werden – nicht nur wie in diesem Jahr viele Flüchtlinge: Stichwort Integration. Das Dreieck aus Tradition – Transformation – Integration sei das Gerüst des neuen Masterplans, im Planungsdeutsch „Integriertes Stadtentwicklungskonzept“, kurz ISEK. Das soll jedoch keinen Flensburger davon abschrecken, mitzumachen beim Masterplan für die Stadt.

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erstellt am 27.Aug.2016 | 08:04 Uhr

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