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Flensburger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 11:58 Uhr

Ein eigenes Kraftwerk für die Phänomenta

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sparkassenstiftung ermöglicht mit der Ausschüttung von 5000 Euro die Anschaffung eines neuen Exponats

Sie ließen sich nicht lange bitten und machten sogleich die Probe aufs Exempel. Achim Englert und Michael Kiupel von der Phänomenta sowie Nospa-Chef Thomas Menke und Holger Watter, Präsident der Hochschule Flensburg, entledigten sich spontan ihrer Jacketts, um sich sportlich auszuprobieren. Setzten sich mutig in das Energie-Gokart und strampelten synchron um die Wette.

Das Quartett machte dabei keine schlechte Figur. Das kleine Kraftwerk trieb, fleißig in die Pedalen tretend, einen Generator an. Und siehe da, plötzlich setzten sich vor ihnen neun Leuchten, ein Handmixer, eine Bohrmaschine, ein Quirl, ein Winkelschleifer und ein Monitor in Betrieb, auf dem sich die Protagonisten in all ihrer energetischen Schaffenskraft bewundern konnten. Spürbar wurde so, welche Leistung man aufwenden muss, um angeschlossene Elektrogeräte zum Laufen zu bringen.

Aber das Gokart macht nicht nur müde Männer munter. „Kinder, ja ganze Schulklassen stürzen sich sofort auf das Gerät“, sagt Achim Englert, der auf das neueste Exponat der Phänomenta sichtlich stolz ist. „Es sieht vielleicht etwas trivial aus, aber die Konstruktion ist die härteste Nuss, die wir je zu knacken hatten.“ Man wollte auf Ketten und Riemen gänzlich verzichten, die langfristig wenig resistent sind. Stattdessen arbeitete man in Kooperation mit einer Metallbaufirma aus Schafflund mit Winkelgetrieben, die härtesten Anforderungen gerecht werden, mit gebürstetem Edelstahl in Industriequalität. Die Schalensitze sind in vier Stufen verstellbar, so dass Menschen in jeder Größenordnung genug Raum zum Treten haben.

Möglich wurde die Anschaffung dank einer Unterstützung der Nospa-Sparkassenstiftung in Höhe von 5000 Euro. „Wir haben uns nicht lumpen lassen“, bekräftigte Vorstandsvorsitzender Thomas Menke, der sich über „immer wieder neue Highlights“ des Science Centers freute, die man auch weiterhin zu fördern gedenke. „Wir wollen die Phänomenta aktiv halten und somit wissenschaftlichen Transfer ermöglichen.“ Auch Holger Watter sieht es gern, wenn sich der Nachwuchs technischen Fragen verstärkt widmete. Viele Schüler, selbst einige Erwachsene, würden ja schon an Fragen wie diesen scheitern: Was ist überhaupt ein Kilowatt? Und worin besteht der Unterschied zwischen Leistung und Energie?

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erstellt am 07.Jul.2016 | 12:07 Uhr

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