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Flensburger Tageblatt

30. Juni 2016 | 21:33 Uhr

Stadtteilforen in Flensburg : Ein begehrtes Wohnquartier

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Villen, Parks und Gärten prägen die Westliche Höhe – doch die Verkehrsbelastung hat deutlich zugenommen.

Flensburg | Seit einem Jahr ist in Flensburg geregelt, wie und wann die Stadtteilforen als politische Vertretungen eingebunden werden müssen. Grund genug für das Tageblatt, eine erste Bilanz zu ziehen und zu fragen, wo im Stadtteil der Schuh drückt. Nicht jeder Stadtteil hat schon ein Forum, manchmal kümmern sich in überschneidenden Gebieten mehrere Foren. Heute: die Westliche Höhe, die Antworten gab Uwe Heldt. Ergänzt wird der Überblick durch Daten des Sozialatlas’.

Die Westliche Höhe ist nach wie vor dominiert von überdurchschnittlich vielen älteren Bewohnern; die Einwohnerzahl hält sich stabil. Dafür hat sich der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten leicht erhöht.

Auf welchem Gebiet ist Ihr Stadtteilviertel 2015 vorangekommen?

Es sind alle öffentlichen und die vielen privaten Grünanlagen erhalten geblieben. Diese werden kompetent und liebevoll von Eigentümern und Bewohnern der würdevollen alten Villen gehegt und gepflegt. Seit Jahrzehnten ist dieses Bild charakteristisch für den Stadtteil. Bisher haben Privateigentümer oder kommunalpolitische Instanzen es nicht gewagt, hier kompakte Wohnanlagen anzusiedeln. Straßenzüge wie Marienhölzungsweg, Nerongsallee, Stuhrsallee, Mühlenstraße, Friedhofstraße, Marienallee sind mit frischen Straßendecken ausgestattet.

Was ist dagegen das größte Thema, das 2015 im Stadtteil liegengeblieben ist?

Der fahrende und stehende Autoverkehr haben zugenommen. Die Westerallee, geprägt durch alten Baumbestand, hat sich zur Schnellstraße entwickelt. Verkehrsschilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung werden missachtet, um schneller das Stadtzentrum zu erreichen. Die Verkehrsdichte ist aktuelles Thema. Die Friedhofstraße, eine Wohnstraße, ist zur schnellen Durchgangsstraße Richtung Mühlenstraße oder Westerallee geworden. Die Schüler der Schulen Altes Gymnasium, Auguste-Viktoria-Schule, Falkenberg-Schule oder Handelslehranstalten müssen zu Fuß oder auf dem Fahrrad aufmerksam und konzentriert zu ihren Schulen kommen.

Welches weitere Thema wollen Sie 2016 anpacken?

Die anstehende Bebauung von Grundstücken muss beobachtet und öffentlich diskutiert werden. Die Zielsetzung „zentrumnahes Wohnen“ gewinnt an Zuspruch, so dass kompakte Wohnanlagen entstehen.

Welches ist die erste Frage Ihres Stadtteilforums an den/die künftige/n OB?

Es erhebt sich die Frage, wie die wachsende Stadt Flensburg stadtnahe Wohnanlagen auf durchaus verfügbaren Bauflächen einrichten kann. Denn das „Prinzip der kurzen Wege“ zu Einkaufszentren und in das Stadtzentrum gewinnt an Bedeutung. Damit können die City das Flair und die dort angesiedelten Unternehmen die Angebote verbessern und auch die Existenz sichern.


Welches Thema in Ihrem Stadtteil hätte mehr Aufmerksamkeit verdient?

Es geht um den Erhalt des gewachsenen Ambientes und Flairs des Stadtteils mit den alten Villen, beeindruckenden Familienhäusern und gelungenen Wohnanlagen für Familien, Wohngemeinschaften und Singles. Doch es muss hingenommen werden, dass Alt-Villen abgerissen werden zugunsten der Bebauung mit größeren Wohnanlagen. Stadtbewohner verändern aktuell ihre Wohnbedürfnisse. Damit verändert sich auch auch das Stadtbild der für Wohnen und Freizeitgestaltung bevorzugten westlichen Höhe. Hier stehen Sportanlagen, der Stadtpark, der Christiansen-Park, die Marienhölzung.


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erstellt am 06.Jan.2016 | 18:54 Uhr

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