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Flensburger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 15:11 Uhr

Seniorenbeirat : „Die Themen packen wir gemeinsam an“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Startschuss für neuen Seniorenbeirat der Stadt Flensburg – es sind doppelt so viele Frauen wie Männer dabei

Es ist der jüngste Seniorenbeirat, den die Stadt Flensburg jemals aufzubieten hatte. Das neunköpfige Gremium ist komplett „runderneuert“ und startet mit frischem Schwung in seine zweijährige Amtszeit. Die ersten Weichen wurden bei aktuell vier Sitzungen unter Leitung des Vorsitzenden Eckehard Kordts bereits gestellt. Der 72-Jährige betrachtet sich dabei als Teamplayer, als eine Art Steuermann zwar, „aber die Themen packen wir gemeinsam an“.

Bei einer so heterogenen Mischung, räumt er ein, sei es gar nicht so einfach, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Die Mitglieder – doppelt so viele Frauen wie Männer – kommen aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen. Kordts selbst ist pensionierter Kriminalbeamter und war später Betriebsleiter einer Sicherheitsfirma.

Seine Stellvertreterin Gisela Leonhardt (70) ist immer noch zeitweise im Schuldienst aktiv. Daneben finden sich Betriebswirte, eine Übersetzerin, eine Ökonomin, eine ehemalige Justizangestellte und weitere Tätigkeitsfelder. „Wir alle verfügen über ganz unterschiedliche Biografien und Lebenserfahrungen“, sagt Kordts. Insofern müsse man sich erst einmal orientieren und eine Zielsetzung entwickeln. In dieser Findungsphase ist die Gruppe dabei, ein Leitbild zu entwickeln. Einfließen sollen dabei viele Anregungen und Anfragen von außen, etwa zu neuen Bauprojekten und Barrierefreiheit, zur Sicherheit und Prävention, zu sportlichen Betätigungen. Kordts betont dabei, sich nicht allzu sehr auf reine Seniorenarbeit beschränken zu wollen. Ihn interessiert der Blick über den Tellerrand: Visionen wie generationenübergreifendes Wohnen – Projekte, in denen man Alt und Jung zusammenführt. Der Vorsitzende lobt schon jetzt die Zusammenarbeit mit den städtischen Behörden. „Das läuft alles sehr kooperativ.“

Schon jetzt haben die Ehrenamtlichen zu spüren bekommen, dass eine Menge Arbeit auf sie wartet. So nehmen sie teil an den verschiedenen städtischen Ausschüssen, Eckehard Kordts selbst sitzt in der Ratsversammlung (einmal im Monat) und im Hauptausschuss (alle zwei Wochen). Es wird den Mitgliedern des Seniorenbeirats dort kein Abstimmungs-, aber ein Rederecht eingeräumt. Auch schriftlich dargelegte Einwände sind jederzeit möglich. Auch die Teilnahme an den Sitzungen des Landesseniorenbeirats, wie jüngst in Neumünster, ist erwünscht.

Das Gremium trifft sich alle 14 Tage im Flensburger Rathaus – Gäste sind dabei immer gern gesehen. „Wir haben uns ein Zeitfenster von zwei Stunden vorgenommen aber merken, dass das bei weitem nicht ausreicht.“ Von seinem Vorgänger Ekkehard Krüger hat er 100 prall gefüllte Aktenordner übernommen, die in den letzten zehn bis 15 Jahren angelegt und angereichert worden sind. „Auch die wollen erstmal gesichtet sein.“


>Das nächste Treffen des Seniorenbeirats findet am Donnerstag, dem 9. Juni, um 9.30 Uhr im Rathaus, Raum H42 statt.

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erstellt am 31.Mai.2016 | 15:15 Uhr

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