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Flensburger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 07:56 Uhr

Die Seniorenwoche wird jugendlich

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schnupperkurse im Stand-Up-Paddeln und Stehradfahren: Neue Reihe „Flensburg erleben“ vom 11. September bis 2. Oktober

Erst war es die „Aktive Seniorenwoche“, dann hieß das Herbstprogramm „Flensburg aktiv – Begegnung der Generationen“. Doch weil die Zahl der Besucher zuletzt schrumpfte, während das Durchschnittsalter stieg, will die Stadt nach 40 Jahren aus ihrer Seniorenwoche eine ganz neue, dreiwöchige Veranstaltungsreihe für Flensburger jeden Alters im Spätsommer machen. Der mehrfach aussprechbare Titel: „Flensburg erleben – Flensburger Leben – Flensburger leben“.

Vor allem die jüngeren Älteren und die neuen Älteren waren zuletzt immer weniger gekommen, weshalb die Stadt nun auch eine echte Institution im Rahmen der früheren Seniorenwoche einstellt: Der bunte Nachmittag im Deutschen Haus mit Kaffee und Kuchen werde nach 40 Jahren eingestellt. Das berichteten gestern der neue Fachbereichsleiter Thomas Russ (Soziales und Gesundheit), seine neue Abteilungsleiterin für soziale Sicherung, Carola Klabunde-Sabath und der Seniorenbeiratsvorsitzende Eckehard Kordts zusammen mit den Planern des 90 Punkte umfassenden Programms, Edda Henningsen (Fachstelle 50plus) und Björn Staupendahl (Kultur und Bildung 50plus).

Natürlich habe auch die Struktur der bisherigen Woche mit Veranstaltungen am Vor- und Nachmittag bewirkt, dass immer weniger Jüngere den Weg zur Generationenbegegnung gefunden hätten, räumt Thomas Russ ein. Nun ist ein Programm entstanden mit einem dreiwöchigen Veranstaltungszeitraum vom 11. September bis zum 2. Oktober samt Abend- und Wochenendveranstaltungen mit einem breiten Themenspektrum, das alle Generationen ansprechen soll. Es gibt einen „Tag der Sicherheit im ÖPNV“ (22. September) auf dem Südermarkt, wo man sich bei Erbsensuppe über das sichere Ein- und Aussteigen mit Kinderwagen wie mit dem Rollator informieren kann. Es gibt ein Krimi-Dinner im Brasserie-Hof, Aquajogging mit der DLRG, aber auch Schnupperkurse im Stand-Up-Paddeln und mit dem batteriebetrieben Stehfahrrad „Ninebot“. Und damit sollen nicht nur die 18-Jährigen für die Reihe gewonnen werden, wie der neue Seniorenbeiratschef Kordts (73) mit einer unfallfreien Ninebot-Vorführung vor dem Rathaus demonstrierte.

„Wir wollen, dass die Flensburger neue Orte, Menschen und Tätigkeiten kennen lernen“, sagt Thomas Russ – zum Beispiel auf dem Holländerhof, wo der Boule-Platz öffentlich zugänglich, aber weithin unbekannt sei. Deshalb gehört auch ein Bustour zu wenig bekannten Flensburger Plätzen zum Programm – oder eine Nachtwanderung zu Mysterien und Kuriositäten mit Gästeführer Knut Franck.

Eröffnet wird das Programm Sonntagnachmittag (11.September) mit einem Chor-Event im Weicher Culturgut am Alten Husumer Weg. Neben dem Mürwiker Chor „Spektakel gibt es Shantys von „Luv und Lee“ sowie einem Musikbeitrag von den Weicher Pop-Singers – und Maren Nielsen spielt die Petuh-Tante.

Gleich vier Mal sind Schüler der Kurt-Tucholsky-Schule im Programm vertreten – nicht nur mit ihrem Stadtplan für Flüchtlinge. Die Jugendlichen bieten auch einen Handy-Führerschein für Senioren und zeigen, wie man eine Whatsapp-Nachricht versendet. Edda Henningsen glaubt: „Wenn nicht der eigene Enkel oder Sohn etwas erklärt, kann man ganz anders fragen“.

Das komplette Programmheft gibt es im Rathaus, bei der VHS oder Stadtbibliothek; Karten im Rathaus, Zimmer 245.

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erstellt am 01.Aug.2016 | 23:33 Uhr

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