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Flensburger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 04:59 Uhr

Flensburg-Planung bis 2030 : Die Innenstadt soll lebenswerter werden

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mehr Aufenthaltsqualität, weniger Verkehr: Stadt arbeitet an Entwicklungskonzept bis 2030

Ob im städtischen Beteiligungsmobil am Nordermarkt, in Tarup, Mürwik und auf dem Hochschul-Campus sowie bei der Stadtwerkstatt in der Bürgerhalle: Mehrere hundert Flensburger haben seit dem Auftakt Ende Mai mitüberlegt, wohin sich Flensburg in den nächsten zehn bis 15 Jahren entwickeln soll. „Perspektiven für Flensburg“ hat die Stadt diesen Prozess genannt, an dessen Ende ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (Isek) stehen soll.

Beim Abschlussdialog Mittwochabend in der Bürgerhalle nannte Bürgermeister Henning Brüggemann vier Themenkreise, unter denen man sich auf in die Zukunft gemacht habe: Lebens- und Erlebnisraum Innenstadt, wachsende Stadt, öffentliche Räume als lebendige Orte sowie die Wissens- und Wissenschaftsstadt Flensburg. Weil der Raum in der Stadt knapp werde, gebe es immer mehr Konfliktlagen: „Wo nehmen wir die Räume für Fahrradwege her“, frage er. Die Lebensqualität der öffentlichen Räume in der Innenstadt soll ein Schwerpunkt der künftigen Planungen sein.

Wichtige Orte städtischer Planungen waren auch einem großen Stadtplan markiert: Der Bahndamm, auf den viele Radler ein Auge für eine Schnelltrasse geworfen haben, das Eckener-Haus, in dem die Hochschulen sich eine Innenstadt-Dependance vorstellen können, Hafen- und Harniskaispitze sowie mögliche interkommunale Wohungsbauvorhaben Kauslund-Wees oder Weiche-Jarplund-Weding. Auch der Flugplatz gehört zu den Orten, die in den Fokus genommen wurden: „Die große Fläche kommt eventuell in Frage für weitere Bautätigkeit“, erklärte Margit Bonacker vom beauftragten Hamburger Büro Konsalt. Schließlich werde die Stadt Flensburg in den kommenden Jahren 6000 bis 8000 Wohnungen zusätzlich benötigen: „Wir werden mit den bisherigen Flächen nicht auskommen“, glaubt die Hamburgerin. Für junge Familien etwa könnten Grundstücke in Tarup, Weiche oder Mürwik entstehen.

Viele Vorschläge gab es auch zum Verkehrssektor, zum Beispiel, dass der Neumarkt besser als Kreisverkehr funktionieren könnte. Insgesamt wollen die Planer den Individualverkehr in der Innenstadt so weit wie möglich durch andere Verkehre ersetzen – also durch Bus und Bahn sowie möglichst viele Wege in der City zu Fuß oder mit Fahrrädern.

Ex-Landgerichtspräsident Volker Willandsen erkundigte sich als Kirchenvorstand von St. Nikolai, wo zwischen den ganzen Ideen, Plänen und Stellwänden seine Anregung geblieben sei, sich der Alkohol- und Drogenprobleme der Südermarktszene anzunehmen. Dies sei wohl irgendwo untergegangen, hieß es. Ein Wunsch war, alle zusammengetragenen Ideen als Liste ins Internet zu stellen.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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