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Flensburger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 21:28 Uhr

Ausgezeichnet im Flensburg : Die besten jungen Handwerker

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kreishandwerkerschaft und Nord-Ostsee-Sparkasse zeichnen die besten Auszubildenden mit der „Nospa Jugend-Handwerksmedaille“ aus

„Das ist ein gutes Gefühl für die Leistung anerkannt zu werden.“ Marek Hassinger (21) wurde als bester Auszubildender von der Kreishandwerkerschaft und der Nord-Ostsee-Sparkasse mit der „Nospa Jugend-Handwerksmedaille“ ausgezeichnet. Auch Maxi-Vivien Jepsen (20) und Luca Juister (22) erhielten den Preis. „Es ist super, mit der Medaille für die Arbeit bestätigt zu werden“, sagte Jepsen.

Die Gewinner erhielten zudem eine Urkunde und „einen kleinen Obulus“, wie es Raimund Kühl, Bereichsdirektor der Nospa, bei der Verleihung in der Sparkasse ausdrückte. Bei der Wahl der Preisträger sind alle Gesellenprüfungen im Einzugsgebiet der Kreishandwerkerschaft Flensburg Stadt und Land berücksichtigt worden. Dabei wurde nicht nur die Abschlussnote der Ausbildung einbezogen, sondern auch das Alter, die vorherige Schulbildung und die persönlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen. Auch die Ausbildungsbetriebe der Gesellen wurden für ihre Wissensvermittlung ausgezeichnet.

Marek Hassinger ist Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Die Gesellenprüfung hat er mit sehr gut bestanden und sucht bereits die nächste Herausforderung: „Jetzt will ich meinen Meister machen.“ Daran, dass er auch diese Prüfung mit Bravour meistern wird, hat sein Chef Stefan Johannsen vom Betrieb Wilhelm Jensen keine Zweifel. „Er hat aber auch gute Gene und sich mit seinem Bruder die Noten um die Ohren geschlagen.“ Hassingers Eltern sind in der Branche selbstständig. Sein Bruder hat den gleichen Beruf bei einer anderen Firma gelernt. Sie waren gemeinsam in einer Berufsschulklasse.

Auch die Fleisch-Fachverkäuferin Maxi-Vivien Jepsen war eine außergewöhnliche Auszubildende. „Sie rief bei uns in der Firma an mit den Worten: Hey, ich bin Maxi. Kann ich bei Ihnen eine Ausbildung machen?“, erinnerte sich Kai Jürgen Bruhn, Inhaber der Fleischerei. „Heute freue ich mich, dass du bei uns im Betrieb bleibst.“ Ihr Lehrer Jürgen Laumeier zur Offenheit der Gesellin: „Für Stille hat sie keine Worte.“ Dafür sei sie überaus Liebenswert und voller Wissensdurst. „Ich unterrichte seit 36 Jahren und ich habe noch nie eine so gute Klasse gehabt. Maxi-Vivien Jepsen ragte aus dieser Klasse heraus.“

Der Fahrzeugmechatroniker Luca Juister dagegen war in der Berufsschule immerzu ruhig und gelassen. „Er saß immer in der Ecke am Fenster, scheinbar nicht interessiert am Unterricht. Doch wenn die Frage so richtig schwer war, war auf ihn Verlass“, berichtete Lehrer Simon Jessen. Das Benzin habe Juister im Blut. Das sei wichtig, denn die Anforderungen in dem Beruf wachsen stetig. „Sein großes Interesse an Fahrzeugen wurde mir schnell klar.“ In einer der ersten Unterrichtswochen hielt der Preisträger mit einem Freund ein Referat über Zweitakt-Motor-Tuning. „Dabei hatten sie freie Themenwahl. Ich musste das Referat dann irgendwann abbrechen, weil ich auch noch Unterrichtsstoff für die nächsten Jahre übrig haben wollte.“

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erstellt am 30.Nov.2016 | 16:36 Uhr

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